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Transrapid
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Der Transrapid ist eine in Deutschland entwickelte Magnetschwebebahn fĂŒr den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Vermarktet, geplant und entwickelt wurde das Verkehrssystem (bestehend aus Fahrzeuge, Betriebsleittechnik und Nebenanlagen) von Siemens und ThyssenKrupp. Zahlreiche weitere, vorrangig deutsche Unternehmen entwickelten Komponenten wie z. B. Weichen und FahrwegtrĂ€ger und waren an der Entwicklung der ersten Prototypen beteiligt, die nach dem Beginn der staatlich finanzierten Entwicklung im Jahr 1969 vorgestellt wurden. Von 1983 bis 2011 erfolgte die Erprobung mehrerer ZĂŒge auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland. Im Jahr 1991 wurde schließlich die technische Einsatzreife des Systems anerkannt. Mit dem Transrapid Shanghai wurde die einzige Transrapidstrecke im Regelbetrieb Ende 2002 in Shanghai eröffnet. In Deutschland wurden die Transrapid-Projekte Berlin–Hamburg, Metrorapid und ein Flughafenzubringer in MĂŒnchen nach langjĂ€hrigen Planungsphasen abgebrochen sowie zahlreiche weitere im Ausland nicht weiterverfolgt. In China wird die Technologie unter anderem am CRRC CF600 weiterentwickelt.

Contents

‱ Technik
‱ Leistung
‱ Sicherheit
‱ Deutschland
‱ China
‱ Naher Osten
‱ Niederlande
‱ Brasilien
‱ Schweiz
‱ Sowjetunion
‱ Trivia
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Das Transrapid-System

Kurzbeschreibung

Das System des Transrapid besteht im Kern aus folgenden Komponenten:

Das Fahrwerk wird von unten an den von ihm umgriffenen Fahrweg herangezogen und kann berĂŒhrungsfrei bewegt werden. FĂŒhrmagnete halten es seitlich in der Spur. FĂŒr das Schweben auf einem magnetischen Wanderfeld muss kontinuierlich Energie zugefĂŒhrt werden; das Feld wirkt der Erdanziehung entgegen. Das Fahrzeug wird vom Wanderfeld im Fahrweg vorangezogen, wobei die Geschwindigkeit von der Frequenz des Feldes abhĂ€ngt. Fahrzeug und Fahrweg bilden zusammen einen Linearmotor, wobei der Fahrweg den Stator darstellt. Anders als bei den meisten Landfahrzeugen entsteht kein Rollwiderstand. FĂŒr den Antrieb sind keine RĂ€der, Achsen, Antriebswellen oder Getriebe erforderlich. Reibungsverluste und Verschleiß solcher Bauteile entfallen.

Dies hat im Wesentlichen drei Folgen:

‱ Die Leistung kann weitgehend unabhĂ€ngig von Platz und Gewicht des Fahrzeuges an die Trassierungsmerkmale der Strecke entsprechend dem Bedarf angepasst werden. Die Umrichter und anderen Komponenten des Antriebs beschreiben die Möglichkeiten des Betriebskonzepts und werden daher im Rahmen der Planung der jeweiligen Einsatzstrecke festgelegt.
‱ Zwischen Fahrweg und Fahrzeug muss ein Mindestabstand vorgesehen werden, um die Schwingungen des Fahrzeugs und gekrĂŒmmte VerlĂ€ufe des Fahrwegs ausgleichen zu können. Daher ist hier der Abstand zwischen StĂ€nder und LĂ€ufer grĂ¶ĂŸer als bei elektrischen Antriebsmaschinen klassischer rotierender Bauart. Weil der Wirkungsgrad elektrischer Maschinen aber unter anderem von der LuftspaltgrĂ¶ĂŸe abhĂ€ngt, ist der Wirkungsgrad des Transrapid-Antriebs erst einmal geringer als derjenige eines konventionellen Elektromotors. DafĂŒr entfĂ€llt aber eine weitere AntriebsĂŒbertragung zum Fahrweg, wie etwa der Rad-Schiene-Kontakt konventioneller Bahnen, und damit deren Reibung, ohne die der resultierende Wirkungsgrad wieder der gĂŒnstigere ist.
‱ Das Funktionieren dieser Art der Schwebetechnik und der Antriebswirkung setzt baulich voraus, dass das Fahrzeug seinen Fahrweg relativ eng und auch zum Teil von unten umschließt.

Die Wortschöpfung „Transrapid“ ist aus den lateinischen Wörtern trans ‚hinĂŒber‘ und rapidus ‚schnell‘ zusammengesetzt. Die Produktbezeichnung des Herstellers wird im deutschen Sprachraum teilweise wie ein Synonym fĂŒr Magnetschwebebahn verwendet. International wird der aus der englischen Bezeichnung fĂŒr Magnetschwebebahn (Magnetic Levitation Train) abgeleitete Begriff Maglev benutzt, mit dem aber nicht nur Produkte und die Magnetschwebebahntechnik der Hersteller Siemens AG und ThyssenKrupp AG bezeichnet werden.

Technik

Geregeltes Schweben

Durch ein elektromagnetisches Regelsystem wird die GrĂ¶ĂŸe der magnetischen KrĂ€fte so geregelt, dass ein etwa 10 mm großer Abstand zwischen den Tragmagneten und den Statorpaketen eingehalten wird. Die Magnete sind dabei einzeln aufgehĂ€ngt, um der Trasse folgen zu können. Zur Abstandskontrolle dienen Spaltsensoren. Die Regelung erlaubt es, das Fahrzeug im Stillstand von der Trasse abzuheben. Zum Absetzen im Stand dienen Kufen. Kufen dienen auch als Reibpartner bei Notfallbremsungen.

Der Abstand des Bodens des Transrapid zur Fahrbahn betrĂ€gt ca. 15 cm. Der Zug kann deshalb auch kleinere Hindernisse sowie Schnee- oder Eisschichten ĂŒberwinden. Wenn Vereisungen oder zusammengebackener Schnee nicht allein durch den Druckstoß des Fahrzeugs oder durch den Wind beseitigt werden können, mĂŒssen RĂ€umfahrzeuge eingesetzt werden.cite-ref-2[2]

Fahrweg

Der Fahrweg des Transrapid besteht in der TrĂ€gerausfĂŒhrung aus 6,2 bis 60 Meter langen TrĂ€gern,cite-ref-3[3] die vorgefertigt werden, anders als herkömmliche Schienen- oder Straßenfahrwege, die in der Regel kontinuierlich und ĂŒberwiegend vor Ort errichtet werden.

FĂŒr die Hybridkonstruktion wird ein stets gerades Spannbetonprofil in Kombination mit daran befestigten 3 m langen Statorpaketen verwendet. Der Bogenverlauf wird durch unterschiedlich lange Kragarme eingestellt, die an dem Spannbetonprofil befestigt werden, sodass jeder Radius eingestellt werden kann.

An dieser Konstruktion wird anschließend der eigentliche Fahrweg befestigt. Er besteht aus in Kunststoff eingegossenen Statorpaketen, die von Statorwicklungen durchzogen sind und an der Unterseite angebracht werden. Oft wird fĂ€lschlicherweise teures Kupfer als Leitungsmaterial genannt, doch besteht dieses aus gĂŒnstigerem Aluminium.cite-ref-4[4] Zudem enthĂ€lt der FahrwegtrĂ€ger stĂ€hlerne FĂŒhrschienen (sogenannte Reaktionsschienen) an jeder Seite, auf die letztendlich die SeitenfĂŒhrmagnete und die zusĂ€tzlichen Bremsmagnete wirken. Sowohl das Statorpaket als auch die SeitenfĂŒhrschienen erlauben die freie Einstellung eines Fahrwegradius bis hinunter zum Mindestradius.

Der minimale Kurvenradius von etwa 270 m ergibt sich aus der Fahrzeuggeometrie und der Geometrie der Traktionsmagnete. Die Querneigung des Fahrwegs in Gleisbögen kann bis zu 12° (21,3 %), ausnahmsweise 16° (28,7 %), betragen, wĂ€hrend sie bei der Eisenbahn auf etwa 6,5° (11,3 %) begrenzt ist. Hierdurch kann bei gleichem Bogenradius eine ca. 20 % höhere Geschwindigkeit erreicht werden (bei 1,0 m/sÂČ unausgeglichener Querbeschleunigung).

Die mechanische Stellzeit von Weichen fĂŒr den Transrapidfahrweg betrĂ€gt 18 s, die Zeit von Auslösung bis Signalfreigabe 30 s. Der Hersteller unterscheidet Langsamfahrweichen fĂŒr max. 100 km/h und Schnellfahrweichen fĂŒr 200 km/h. In Geradeausstellung sollen Weichen immer mit max. 500 km/h befahrbar sein.cite-ref-5[5]

Fahrantrieb (Linearmotor)

Das Fahrzeug wird durch ein magnetisches Wanderfeld im Fahrweg angetrieben, welches das Fahrzeug an seinem eigenen, statischen Magnetfeld mitzieht. Dabei fungiert der Fahrweg als Stator eines Drehstrom-Synchronmotors in linearer AusfĂŒhrung (daher Langstatorprinzip), wobei die Fahrzeugmagnete dem Rotor entsprechen und bei einem Linearmotor als Translator (vgl. translatorische Bewegung) bezeichnet werden. Deren statische Felder „rasten“ dabei magnetisch in die Pole des Linearstators ein, was eine feste magnetische VerknĂŒpfung zwischen Fahrzeugposition und Statorpolen erzwingt. Durch Bewegen dieser Pole wird das Fahrzeug mitgezogen – beschleunigt, abgebremst oder auch einfach an einem Haltepunkt festgehalten. Die wirksame Kraft ist dabei stets gleich und hĂ€ngt von der StĂ€rke der beteiligten Magnetfelder in Stator und Translator ab. Die Position des Fahrzeugs ist dadurch zu jedem Zeitpunkt polgenau bestimmt, solange die Magnetkraft ausreichend hoch ist und die Pole nicht „auseinandergerissen“ werden. Diese Situation wird als „außer Tritt geraten“ bezeichnet. Sie fĂŒhrte zwar nicht direkt zu BeschĂ€digungen, eine wirksame KraftĂŒbertragung wĂ€re dann, bei enormer GerĂ€uschentwicklung und RĂŒttelwirkung, aber nicht mehr möglich – Ă€hnlich einer durchrutschenden Zahnstange oder einem durch die HĂ€nde gleitenden Seil. Die Auslegung der Regelsysteme und der Energieversorgung verhindert jedoch, dass das Fahrzeug außer Tritt gerĂ€t. Um zu erkennen, ob der Zug dem wandernden Magnetfeld beim Beschleunigen oder Bremsen noch folgen kann, ermitteln redundante Wegmesssysteme stĂ€ndig seine Position. Eine Steuerzentrale ĂŒbernimmt die Fahrtkontrolle. Diese ist der Linienzugbeeinflussung in Eisenbahnnetzen bei aktiver automatischer Fahr-Bremssteuerung Ă€hnlich. Dies ermöglicht einen fĂŒhrerlosen Betrieb.

Einspeisungen aus dem Streckenkabel versorgen die Wanderfeldleitung. Sie sind an der Strecke in AbstÀnden von 0,3 bis 5 km (so genannte Unterwerks- oder Speiseabschnitte) angebracht. Die Streckenkabel werden von Umrichterstationen versorgt, welche die erforderlichen Spannungen, Ströme und Frequenzen im jeweiligen Abschnitt bereitstellen. In jedem Speiseabschnitt darf sich nur ein Fahrzeug befinden. Die Stromversorgung durch Unterwerke entspricht der anderer elektrifizierter Bahnstrecken. Sie soll jedoch aufwendiger sein, denn durch die starke Beschleunigung und hohe Endgeschwindigkeit treten hohe Stromspitzen auf.

Die Blockstruktur des Antriebs ist einer von mehreren Parametern, die den minimalen Abstand zweier ZĂŒge limitieren, da sich zwischen diesen mindestens ein freies Antriebssegment befinden muss. Mit ursprĂŒnglich geplanten SegmentlĂ€ngen von bis zu 50 km im Fernverkehr wĂ€ren bei Fahrzeuggeschwindigkeiten um 400 km/h FahrzeugabstĂ€nde um 20 Minuten realisierbar. Die SegmentlĂ€ngen des Antriebs sind nachtrĂ€glich nur mit hohen Umbaukosten Ă€nderbar.cite-ref-burkert-zugfolgezeiten-6-0[6]

Die Möglichkeit, die Leistung des Antriebssegments den spezifischen Erfordernissen im Streckenabschnitt anzupassen, ist ein Vorteil, jedoch bei verĂ€nderten Nutzungen unflexibel. Transrapidfahrzeuge nutzen alle denselben in die Fahrbahn integrierten Antrieb. Dieser Antrieb muss also fĂŒr alle Arten kĂŒnftig eingesetzter Transrapidfahrzeuge und deren Nutzlast geeignet sein.

Mitwandernde Stromversorgung der Strecke (Statorschaltverfahren)

Jede Umrichterstation ist mit einer oder mehreren Umrichtergruppen ausgestattet. Über Streckenkabel und Abschnittsschalter können solche Gruppen selektiv auf einzelne Unterabschnitte (sog. „Motorabschnitte“) der Strecke geschaltet werden.

Stromversorgung des Fahrzeugs

FĂŒr die Energieversorgung im Fahrzeug wird hauptsĂ€chlich ein Lineargenerator verwendet. Ähnlich wie der Elektromotor des Fahrantriebs handelt es sich auch beim Lineargenerator um eine „aufgeschnittene“ und in die LĂ€nge gestreckte Variante eines gewöhnlichen rotierenden Generators. DafĂŒr befinden sich gesonderte elektromagnetische Wicklungen im Fahrzeug.

Der Lineargenerator nutzt die fortlaufenden Änderungen der magnetischen FeldstĂ€rke, die durch die Fortbewegung des Fahrzeugs beim Überfahren der einzelnen Statorwicklungen verursacht werden, aus. Die Energieversorgung durch den Generator ist ab einer Mindestgeschwindigkeit von 100 km/h ausreichend effizient, um die Trag- und FĂŒhrungsmagneten und die weiteren elektrischen GerĂ€te im Fahrzeug zu versorgen. Der Generator muss hierfĂŒr eine Leistung von maximal 270 kW erzeugen können. FĂŒr kurze Unterbrechungen erfolgt die Versorgung aus fortwĂ€hrend geladenen Bordbatterien. An Stellen, an denen betriebsbedingt langsamer als 100 km/h gefahren werden musste, etwa an Bahnhöfen, wurden die Fahrzeugsysteme bis 2006 noch ĂŒber herkömmliche Stromschienen gespeist.

Ob eine durchgehende Stromschiene, ein Lineargenerator oder beide Elemente zur Stromversorgung vorgesehen werden, war vom Konzept und Betriebsprogramm der Strecke abhĂ€ngig. Inzwischen ist das IPS-System (Inductive Power Supplycite-ref-dd-2005-14-7-0[7]) entwickelt worden, das es erlaubt, die benötigte Energie berĂŒhrungslos durch entsprechende Hochfrequenzeinspeisung in den Fahrweg und ĂŒber einen transformatorischen Effekt in das Fahrzeug einzuspeisen. Stromschienen sind daher nicht mehr notwendig. Auch bei Verwendung des IPS-Systems dienen Lineargeneratoren zur Wandlung von kinetischer Energie in elektrische Energie fĂŒr die Stromversorgung der Wirbelstrombremse und der Schwebefunktion bei Stromausfall der Strecke. Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h ĂŒbernehmen Batterien die Notstromversorgung.

Im Unterschied zu herkömmlichen Antrieben wird die fĂŒr den Antrieb erforderliche Energie nicht im Fahrzeug benötigt, sondern im Linearmotor des Fahrwegs. FĂŒr die Versorgung des Fahrzeuges selbst sind deswegen vergleichsweise kleine Energiemengen erforderlich (fĂŒr Beleuchtung, Klimatisierung, Überwachung).

Betriebsleittechnik

Das Fahrzeug und der Linearmotor der Strecke werden ab Technikstand Transrapid 09 ĂŒber redundant ausgelegte Funkverbindungen und ein Ortungssystem aus einer Leitzentrale ferngesteuert. Kameras im Fahrzeug und in Fahrtrichtung dienen der BildĂŒbertragung in die Leitzentrale. Die Steuerung erfolgt offenkundig durch Computer auf Grund vorgegebener Fahrprofile und Szenarien und wird durch Personal ĂŒberwacht. Im Fahrzeug sind lediglich Zugbegleiter anwesend.

Leistung

Siehe auch

:

Technische Daten

Der Transrapid besitzt gegenĂŒber gewöhnlichen AdhĂ€sions-HochgeschwindigkeitszĂŒgen wie beispielsweise dem ICE bei den Leistungsdaten Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bremsweg Vorteile.

Geschwindigkeit

Mit Systemgeschwindigkeit ist die mit dem jeweiligen Entwicklungszweig der Technologie maximal erzielbare Geschwindigkeit gemeint. Der Wert wird hier mit 550 km/h angegeben. Mit Auslegungsgeschwindigkeit ist die auf eine konkret geplante oder gebaute Strecke bezogene fahrbare Höchstgeschwindigkeit gemeint. FĂŒr die Transrapidstrecke in MĂŒnchen wurden 505 km/h angegeben. Mit Betriebsgeschwindigkeit ist die Höchstgeschwindigkeit im alltĂ€glichen Linienverkehr gemeint. WirtschaftlichkeitsĂŒberlegungen wie der Energieverbrauch und die Trassierungsparameter sind dafĂŒr maßgeblich, was ebenso fĂŒr das Rad/Schiene-System gilt. Auf kurzen Strecken spielt zudem der notwendige Bremsweg eine Rolle. Als Reisegeschwindigkeit wird die auf eine bestimmte Reisestrecke bezogene durchschnittliche Geschwindigkeit, der Quotient aus Fahrstrecke und Fahrzeit, bezeichnet. Da ein Fahrzeug beschleunigen und bremsen muss, ist diese immer kleiner als die Betriebsgeschwindigkeit.

Auf der gebauten Transrapidstrecke in Shanghai wurden im Testbetrieb 501,5 km/h erreicht. Die Betriebsgeschwindigkeit im Linienverkehr betrĂ€gt 430/431 km/h, die auf der kurzen Strecke fĂŒr ca. 50 s gefahren wird.

Der Betrieb mit Hochgeschwindigkeiten erfordert geeignete streckenbauliche Voraussetzungen. Die minimal befahrbaren Kurvenradien werden fĂŒr Tempo 300 km/h mit 1937 m und fĂŒr Tempo 500 km/h mit 5382 m angegeben. Die ehemals geplante kurze Strecke in MĂŒnchen zeigte, dass es zahlreiche Stellen gibt, an denen man zugunsten des Landschaftsschutzes mit engen Kurvenradien und BĂŒndelung mit vorhandenen Verkehrswegen auf eine Hochgeschwindigkeitsauslegung verzichten mĂŒsste.

Beschleunigung

Der Transrapid ist in der Lage, innerhalb von 60 s aus dem Stand auf 200 km/h sowie in weiteren 60 s von 200 km/h auf 400 km/h zu beschleunigen. FĂŒr eine Beschleunigung auf 300 km/h benötigt er rund vier Kilometer (auf der Strecke in Shanghai 4,2 km). Der ICE 3 benötigt in der Ebene 324 s und eine Strecke von rund 18 km fĂŒr eine Beschleunigung von 0 auf 300 km/h.

Beim Rad-Schiene-System wird von Fahrzeugherstellern oft nur die maximal erreichbare Beschleunigung angegeben, die jedoch nur in der Anfahrtphase erreicht wird. (Beim Anfahren ist die spĂŒrbare Beschleunigung fĂŒr den Fahrgast am grĂ¶ĂŸten). Beim Transrapid betrĂ€gt diese maximal 1,3 m/sÂČ und kann lange aufrechterhalten bleibencite-ref-8[8]. Beim Rad-Schiene-System sinkt diese mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter ab, da ZugkrĂ€fte linear mit der Geschwindigkeit abnehmen (Leistungshyperbel P=F*v). Ist die Beschleunigung auf Null abgesunken, ist die maximal mögliche Höchstgeschwindigkeit erreicht. Interessanter ist die mittlere Beschleunigung, um eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen. Hier zeigt sich ein großer Vorteil des Transrapid gegenĂŒber dem ICE 3, da ersterer seine Beschleunigung viel lĂ€nger aufrechterhalten kann: Ein ICE (Halbzug) hat bei 150 km/h eine Restbeschleunigung von 0,54 m/sÂČ, die bei 300 km/h bis auf 0,34 m/sÂČ abfĂ€llt, wĂ€hrend der Transrapid (fĂŒnf Sektionen) bei 300 km/h noch eine Restbeschleunigung von 0,90 m/sÂČ aufweisen kann. Selbst beim Durchschreiten der 500-km/h-Grenze betrĂ€gt die Restbeschleunigung noch 0,66 m/sÂČ. Dies erklĂ€rt, weshalb der Transrapid hohe Geschwindigkeiten bereits nach einer kurzen Entfernung erreichen kann.cite-ref-9[9]

Bremsweg

Die LĂ€nge des Bremsweges richtet sich bei Bahnsystemen primĂ€r nach dem Wohlergehen der FahrgĂ€ste, d. h. Verzögerungen werden so ausgelegt, dass sie von FahrgĂ€sten als komfortabel empfunden werden. Hierbei gibt es definierte Grenzwerte fĂŒr Bremsverzögerung (1,3 m/sÂČ) und Bremsruck. Beide Grenzwerte sollen vermeiden, dass stehende Passagiere umgeworfen werden und das GepĂ€ck durch die Kabine fliegt. Ein theoretischer Vorteil des Transrapid ist hier ohne Nutzen.

Steigungen, GefÀlle

Mit dem Entwicklungsstand der Technik kann der Transrapid LĂ€ngsneigungen von 10 % bewĂ€ltigen im Vergleich zu 4 % beim ICE 3. Diese ermöglicht eine flexiblere Trassenplanung bei hĂŒgeligem GelĂ€nde. Im Innenstadtbereich ist eine flexiblere Trassenplanung durch vergleichsweise kurze Rampen fĂŒr den Wechsel zwischen unterirdischer, ebenerdiger und aufgestĂ€nderter FahrbahnfĂŒhrung ein Vorteil des Transrapid.

Die Bremssysteme des Transrapid funktionieren nur bei Bewegung des Fahrzeugs; ein Anhalten an Strecken mit LĂ€ngsneigung ist im Schwebezustand deswegen nicht möglich. Auch das vorgesehene Bremssystem bei Stillstand durch Absetzung auf Kufen ist fĂŒr Strecken mit LĂ€ngsneigungen nur bedingt geeignet. Der Transrapid kann insofern an grĂ¶ĂŸeren Steigungen oder GefĂ€llen bei schlechten Witterungsbedingungen nicht anhalten. FĂŒr den Fall von Störungen des Antriebs an einer Steigung ist ein ZurĂŒckschweben zum nĂ€chsten ebenen Haltepunkt vorgesehen. Der sichere, minimale Abstand von ZĂŒgen auf gleicher Trasse verlĂ€ngert sich bei Strecken mit lĂ€ngeren Steigungen durch diesen einzukalkulierenden Vorgang, was die KapazitĂ€t der Trasse reduziert.cite-ref-burkert-zugfolgezeiten-6-1[6]

GĂŒtertauglichkeit

Vorhandene Transrapidstrecken sind mit einer gesonderten Cargo-Variante des Transrapid auch fĂŒr den GĂŒterverkehr verwendbar. Dieses Freightrapid genannte Konzept wurde erstmals 2007 in den Vereinigten Staaten prĂ€sentiert. In der Konfiguration aus 20 Sektionen könnte das bis zu 180 km/h schnelle Fahrzeug 1.226 Tonnen Fracht (78 TEU) befördern, wobei gemĂ€ĂŸ einer Systemstudie von ThyssenKrupp-Transrapid eine Endsektion je 61 Tonnen, eine Mittelsektion je 46 Tonnen tragen wĂŒrde.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Zuvor waren mit dem Transrapid 07 erste Überlegungen zu einer Variante fĂŒr den GĂŒtertransport aufgestellt worden, bei der eine Sektion 15 bis 17 Tonnen Fracht befördern sollte.cite-ref-12[12] Leistung und Beschleunigung des Fahrzeugs werden durch die Zuladung aufgrund des Antriebs im Fahrweg nicht beeinflusst.cite-ref-13[13]

Verschleiß

Beim Transrapid-System berĂŒhren sich Fahrzeug und Fahrweg wĂ€hrend der Fahrt nicht. Daher sind mechanische VerschleißvorgĂ€nge im direkten Kontakt, wie sie RĂ€der mit Schienen haben, ausgeschlossen. Allerdings wirken das Fahrzeuggewicht und die dynamische Beschleunigung auf den Fahrweg und die Statoranlage. Die KrĂ€fte werden dabei nicht auf kleine Punkte, sondern großflĂ€chig ĂŒber die Schwebegestelle entlang der Transrapid-Sektionen ĂŒbertragen.

Wegen der regulĂ€ren Alterungserscheinungen von Betonbauwerken mĂŒssen an Tunneln und aufgestĂ€nderten Trassen (BrĂŒcken) im Abstand von mehreren Jahrzehnten Kontrollen vorgenommen werden. Dennoch kann ein Transrapid-Fahrweg 80 bis 100 Jahre ohne grĂ¶ĂŸere Reparaturen erhalten werden.cite-ref-14[14]

Der Transrapid benötigt keine Radreifen, Drehgestelle, Getriebe, Antriebsrotoren oder Antriebswellen. Daher sind die Wartung und der Austausch solcher Teile nicht erforderlich. Die hohe mögliche Betriebsgeschwindigkeit und die reduzierten Wartungszeiten an den Transrapidfahrzeugen ermöglichen eine hohe jĂ€hrliche Kilometerleistung. Allerdings hat es sich bei den bisherigen Transrapidplanungen mit dem Bau nur einer Strecke zwischen zwei Orten als Problem erwiesen, diese mögliche Fahrleistung durch eine ausreichende Fahrgastanzahl auszulasten. Beim aufgegebenen Projekt Flughafenzubringer MĂŒnchen wurde das geplante NutzungsverhĂ€ltnis der Fahrzeuge auf der Kurzstrecke von 50 % Standzeiten zu 50 % Fahrzeiten als ökonomisch unvertretbar kritisiert, da die mögliche Fahrleistung der Fahrzeuge bei solchen Einsatzplanungen bei weitem nicht ausgeschöpft wird und Vorteile der Technologie nicht genutzt werden.

NetzwerkfĂ€higkeit, KompatibilitĂ€t und VerfĂŒgbarkeit

Fahrweg und Fahrzeug des Transrapid sind genau fĂŒreinander entwickelt und bilden ein einheitliches System des Herstellerkonsortiums. Technisch kompatible Fahrzeuge anderer Hersteller sind in China bereits entwickelt worden, diese befinden sich jedoch noch in Erprobungsphasen auf eigenen Teststrecken.

Fahrplantreue

Die vollautomatische Steuerung der Transrapidfahrzeuge und die hohe VerfĂŒgbarkeit der Fahrzeuge wegen der stark reduzierten Anzahl von Verschleißteilen ermöglichen eine mit anderen Systemen nicht erreichbare hohe Fahrplantreue. Im Hochgeschwindigkeitsverkehr bis ca. 1000 km Distanz soll der Transrapid bei Reisezeit und PĂŒnktlichkeit im Vorteil sein. Die Transrapidstrecke in Shanghai bestĂ€tigt diesen Vorteil aufgrund ihrer PĂŒnktlichkeit von ĂŒber 99,89 % (Stand: Ende 2023) und einer VerfĂŒgbarkeit von 99,94 %.cite-ref-15[15]

Umwelt und Ressourcenverbrauch

Energieverbrauch

Nach Angaben des Herstellers sei im Fernverkehr der Energieverbrauch des ICE bei vergleichbarer Geschwindigkeit um 30 % höher als der des Transrapid. Der Energieverbrauch im Kurzstreckenflugverkehr bei nicht vergleichbarer Geschwindigkeit sei 400 % höher.cite-ref-16[16]

Das Wuppertal Institut fĂŒr Klima, Umwelt, Energie kommt in einer Studie aus dem Jahre 1997 zum Ergebnis, dass der Transrapid unter dem Aspekt der RessourcenproduktivitĂ€t dem ICE ökologisch vorzuziehen ist, sofern man ihn deutlich unter 400 km/h betreibt. Nach dieser Studie entspricht das BenzinĂ€quivalent des Energieverbrauchs des Transrapid bei 250 km/h 1,50 l je 100 Personenkilometer, bei 300 km/h 1,82 l und bei 450 km/h 3,16 l.cite-ref-17[17]

Ein Vergleich von ICE und Transrapid ist nach einer Studie von Rainer Schach und Kollegen nur möglich, wenn von der gleichen zurĂŒckgelegten Strecke (ohne Steigungen und Kurven) bei gleicher Geschwindigkeit ausgegangen wird. Der Energieverbrauch fĂŒr einen Sitzplatz bei 1 km zurĂŒckgelegter Strecke und 300 km/h (maximal zulĂ€ssige Geschwindigkeit des ICE 3) betrĂ€gt fĂŒr einen ICE-3-Halbzug 44,4 Wh/Pkm. Dagegen benötige ein fĂŒnfteiliger TR08 nur 28,1 Wh/Pkm.cite-ref-18[18] In dieser Rechnung spielt die Auslastung keine Rolle, da nur der Energieverbrauch, nicht aber seine Betriebskosten/Einnahmen beurteilt werden. Die Werte gelten fĂŒr die Energieversorgung ab Unterwerk. Der Energieverbrauch ist bei dieser Betrachtung bei gleicher Geschwindigkeit beim Transrapid um etwa ein Drittel niedriger als beim ICE 3.

Schon bei der Diskussion der Planungsunterlagen fĂŒr die Transrapidstrecke Hamburg–Berlin hatte der Wissenschaftliche Beirat des Verkehrsministeriums unrealistische Angaben kritisiert:

„Bei Herstellung korrekter Vergleichsbedingungen (Anordnung und Anzahl der SitzplĂ€tze, technische AusfĂŒhrung der Innenausstattung, Verzicht auf Speisewagen) vermindert sich allerdings der energiewirtschaftliche Vorteil der Magnetbahn gegenĂŒber dem ICE. Bei Geschwindigkeiten oberhalb von 300 km/h ist allein der von QuerschnittsflĂ€che und Zugform abhĂ€ngige Luftwiderstand maßgebend. Auch muss berĂŒcksichtigt werden, dass Systemwechsel und die notwendigen Anbindungsverkehre zusĂ€tzlichen Energieaufwand erfordern.“

–

Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesminister fĂŒr Verkehr

Der Energiebedarf fĂŒr das Schweben ist allein von der Fahrzeugmasse und der Zeit abhĂ€ngig. Bei geringen Geschwindigkeiten hat er deswegen einen grĂ¶ĂŸeren Anteil am Energieverbrauch je Fahrzeugkilometer. Als Leistungsbedarf werden 1,0 kW je Tonne publiziert. Diese Annahme lĂ€sst ableiten, dass ein 5-Sektionen Fahrzeug fĂŒr den Schwebezustand 494 kW aufwenden muss. Bei einer Geschwindigkeit von 500 km/h entspricht dies jedoch nur 4 % des gesamten Energiebedarfs.

Beim Betrieb des Transrapid auf der geplanten Strecke in MĂŒnchen wĂ€re fĂŒr einen nicht genauer genannten Zeitraum von „einigen Sekunden“ eine Leistung von bis zu 35 MW notwendig gewesen. Offenkundig sollte durch die automatische Steuerung der ZĂŒge erreicht werden, dass die Leistungsspitzen nicht bei mehreren ZĂŒgen im Bereich eines Unterwerks gleichzeitig entstehen.cite-ref-20[20]

Der relevante Verbrauch je Personenkilometer hĂ€ngt wesentlich von der Auslastung der SitzplĂ€tze ab; Rechnungen mit Vollauslastung sind insofern irrefĂŒhrend, da diese von keinem Verkehrsmittel im Liniendienst erreicht werden. Die momentane mittlere Sitzplatzauslastung der ICEs soll unter 50 % liegen. Die Frage des CO2-Ausstoßes je Personenkilometer hĂ€ngt davon ab, aus welcher PrimĂ€renergie der je Personenkilometer benötigte Strom gewonnen wird.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-bahnumweltreport-23-0[23]

FlÀchenverbrauch

Ein aufgestĂ€nderter Fahrweg, wie in Shanghai errichtet, erlaubt den freien Durchlass jedes Querverkehrs, ohne dass zusĂ€tzliche Kreuzungsbauwerke benötigt werden. Ein weiterer Vorteil sind die verglichen mit herkömmlichen Schienenwegen kleineren notwendigen biotopischen AusgleichsflĂ€chen.cite-ref-24[24] AufgestĂ€nderte Fahrbahnen stoßen allerdings hĂ€ufig auf Akzeptanzprobleme, da viele Menschen das als Landschaftsverschandelung empfinden. Beim aufgegebenen Projekt Transrapid MĂŒnchen war eine solche Bauweise weder Politikern noch den Einwohnern von MĂŒnchen zu vermitteln. Aus diesem Grund wird bei Monorails auf einen schlanken Fahrweg geachtet. Die Breite des Fahrwegs betrĂ€gt beim Transrapid 2,8 m.cite-ref-25[25]

Die Kurvenradien des Transrapid bei geringeren Geschwindigkeiten erlauben eine BĂŒndelung mit vorhandenen Verkehrswegen wie Autobahnen, womit eine Zerschneidung und Entwertung weiterer ökologisch wertvoller FlĂ€chen beim Bau neuer Verkehrswege vermieden werden kann. Beim Transrapid MĂŒnchen war auf einem Streckenanteil eine ebenerdige Transrapidtrasse parallel zur Autobahn geplant.

Da bei Zugbegegnungen auf zweigleisigen Abschnitten der Staudruck des entgegenkommenden Fahrzeuges eine Kraft auf die Fahrgastzelle bewirkt, benötigt man bei allen Schienenverkehrsmitteln einen Mindestabstand beider Trassen. Dieser sogenannte Spurmittenabstand betrÀgt beim Transrapid bei Geschwindigkeiten bis 300 km/h 4,4 Meter und verbreitert sich bis auf 5,1 Meter bei Fahrgeschwindigkeiten um 500 km/h.cite-ref-26[26]

Klassische BahndĂ€mme haben zahlreiche negative Umweltfolgen. Ein Teil des Streckennetzes der Bahn wird zudem mit Herbiziden behandelt (2006: 47 % der Gleiskilometercite-ref-bahnumweltreport-23-1[23]). FlĂ€chen entlang bzw. auch unter einer aufgestĂ€nderten Transrapidlinie können nach Angaben des Herstellers landwirtschaftlich genutzt werden, da keine Emissionen durch abtropfendes Öl oder Abrieb verursacht werden. Allerdings dĂŒrfen dabei allfĂ€llige Abtropfemissionen durch bei der Enteisung oder Reinigung des Fahrbahnbauwerks eingesetzte Chemikalien nicht unterschlagen werden. Der FlĂ€chenverbrauch bei der Betrachtung der EinschrĂ€nkung des Lebensraumes gerĂ€uschempfindlicher Tierarten ist wie auch bei anderen Verkehrsmitteln höher als der Bedarf fĂŒr die eigentliche Trasse. Der statische Druck der bewegten Fahrzeugmasse auf die Trasse ĂŒbertrĂ€gt zudem Schwingungen in den Boden, die nach Herstellerangaben in 50 m Entfernung nicht mehr wahrnehmbar sind. Die NutzungsqualitĂ€t des Korridors entlang der Trasse bleibt auch hier fĂŒr Mensch und Tier nicht unbeeintrĂ€chtigt.

Eine Umweltbewertung erfordert eine konkrete Streckenplanung und Vergleiche. Wenn Rad-Schiene-Fahrwege nicht ĂŒberflĂŒssig werden, sondern fĂŒr den GĂŒterverkehr und Regionalverkehr weiter notwendig sind, ist eine Transrapidstrecke immer ein zusĂ€tzlicher FlĂ€chenverbrauch allein fĂŒr den Personenschnellverkehr.

Schallemissionen

Das Transrapid-System erzeugt keine RollgerĂ€usche und keinen Körperschall. Schall entsteht jedoch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten in Form von WindgerĂ€uschen. Dabei werden etwa bei 470 km/h im Abstand von 25 Metern im Vorbeifahren Schalldruckpegel-Werte von 89 dB[A] erreicht, bei 300 km/h im gleichen Abstand 80 dB[A]. Der Schall ist von der Bauart der verwendeten TrĂ€ger abhĂ€ngig. Im Vergleich erzeugt ein ICE 3 bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h Schalldruckpegel (je nach GleisqualitĂ€t) zwischen 81,8 und 96,8 dB[A].cite-ref-27[27] Der Transrapid erzeugt also erst bei Tempo 500 Ă€hnliche Schallemissionen, die der ICE auf durchschnittlicher Trasse bereits bei 300 km/h abgibt, nĂ€mlich ca. 90–91 dB[A]. Im Bereich niedriger Geschwindigkeiten ĂŒberwiegen RollgerĂ€usche; der geringe GerĂ€uschpegel des Transrapid ist ein strategischer Vorteil bei der Planung von Strecken durch bestehende Bebauungen. Durch Vibrationen und Schwingungen können – wie bei anderen Fahrzeugen auch – in allen Geschwindigkeitsbereichen indirekte Schallemissionen entstehen.

Magnetfeldemissionen

Die magnetische Flussdichte im Inneren der Fahrzeuge ist nach Angaben des Herstellers 100 ”T. Elektrische GerĂ€te werden nach Angaben des Herstellers in keiner Weise in ihrer Funktion beeintrĂ€chtigt; der Transrapid ist fĂŒr die Benutzung durch Personen mit Herzschrittmacher zugelassen. Auch das Magnetfeld entlang der Strecke soll gering sein. Ungeachtet dessen befĂŒrchten viele Anlieger der Strecke in Shanghai gesundheitliche BeeintrĂ€chtigungen durch Magnetfelder. Kritiker bemĂ€ngeln die fehlende Publikation von Messungen.

Sicherheit

Die bauliche Sicherheit ist beim Transrapid allgemein höher als bei konventionellen Rad-Schiene-Systemen. Die Gefahr einer Entgleisung ist bei der Konstruktion einer Umgreifung des Fahrweges nicht gegeben. Langsam eintretende VerĂ€nderungen (wie das Absacken von StĂŒtzpfeilern) werden beim Transrapid durch laufende Streckenvermessungen registriert. ZusammenstĂ¶ĂŸe zwischen fahrenden MagnetschwebezĂŒgen im selben Segment sind aufgrund des Antriebsprinzips nicht möglich. Erhebliche SchĂ€den durch AnschlĂ€ge, liegengebliebene GegenstĂ€nde oder Fahrzeuge sind bei aufgestĂ€nderter Bauweise weitestgehend auszuschließen. Die Wartungsfahrzeuge sollten aufgrund eines durch GPS und Richtfunk unterstĂŒtzten Sicherungssystems nicht auf die Strecke, wĂ€hrend sich der Transrapid auf dieser befindet. Genau so soll ein Transrapid nicht auf die Strecke, wĂ€hrend sich Wartungsfahrzeuge auf der Strecke befinden.

Transrapid-Weichen sollen sicherer und schneller zu befahren sein als Weichen bei Rad-Schiene-Systemen. Bei einer Richtungsumstellung muss aber zwingend der gesamte Fahrweg gebogen werden, was lÀngere Umstellzeiten und Taktvorgaben bedeutet.

Sicherheitsrelevante Systeme sind beim Transrapid redundant ausgelegt. Der Transrapid verfĂŒgt ĂŒber zwei voneinander unabhĂ€ngige Bremssysteme. Der Langstatormotor fungiert als Generatorbremse, das Fahrzeug ist (seit dem Modell Transrapid 07) mit einer Wirbelstrombremse ausgestattet. Bei Ausfall beider Bremssysteme, nach Angaben des Herstellers ein unwahrscheinlicher Fall, wĂŒrde laut den Verkehrsökonomen Vieregg und Rössler, das Fahrzeug im Schwebezustand aus 350 km/h nach ca. 34 km zum Stillstand kommen. Beide Bremssysteme sind darĂŒber hinaus nach Meinung von Kritikern nicht Fail-Safe; das bedeutet, dass bei einer Störung nicht automatisch ein Bremsvorgang eingeleitet wird.cite-ref-28[28]

Bei einem Totalausfall des Systems kommt der Transrapid auf Kufen mechanisch zum Stillstand. Transrapid-Fahrzeuge sind mit RettungsschlÀuchen ausgestattet, um es in solchen Situationen den Insassen zu ermöglichen, von dem auf einer aufgestÀnderten Trasse stehenden Zug zum Erdboden herabzurutschen.

Bei einem Stromausfall des Fahrweges werden nach Angaben des Herstellers alle fĂŒr das Schweben notwendigen GerĂ€te durch die Fahrzeugbatterien versorgt, wodurch das Fahrzeug mit dem Fahrschwung zum nĂ€chsten Nothaltepunkt schweben kann. Bei Zulassungstests fĂŒr den Transrapid Shanghai im Jahre 2003 wurden bei zwei Fahrten (GesamtlĂ€nge ca. 55 km) ein Schwebegestell samt Kufen (zwei pro Gestell) ĂŒber die gesamte Strecke gleitend mitgefĂŒhrt, um einen Ausfall der Tragmagnete zu simulieren. Die Temperaturen der aus Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoff bestehenden GleitbelĂ€ge lagen bei allen Fahrten im prognostizierten Bereich von unter 500 °C, der Gesamtabrieb betrug 0,5 mm.cite-ref-29[29]

Wesentlicher Bestandteil der Sicherheit ist ein sicheres Betriebskonzept. Durch die automatische Steuerung von Transrapidfahrzeugen ist die Einhaltung von Vorschriften wie Höchstgeschwindigkeiten an bestimmten Abschnitten frei vom Risiko menschlichen Versagens. Die durch solche Techniken neu entstehenden Risiken werden hinsichtlich deren EinschÀtzung kontrovers als geringer als die ersetzten Risiken beurteilt.

Fahrzeuge wie der Transrapid, bei denen eine Masse von ca. 200 t auf ĂŒber 400 km/h mit dem Resultat einer hohen kinetischen Energie beschleunigt wird, die dem System nur auf Bremswegen in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 5 km entzogen werden kann, behalten unabĂ€nderliche Restrisiken. Solche Risiken gibt es auch bei anderen Verkehrsmitteln und sind deren Benutzern meist bewusst. Die Qualifizierung von spezifischen Risiken des Transrapidbetriebs in Sicherheitsstudien als selten, unwahrscheinlich oder undenkbar basiert notwendigerweise auf Annahmen und kann kaum auf empirisch gewonnene Erkenntnisse gestĂŒtzt werden. Zitat aus einem Sicherheitskonzept: „Beim Vergleich von Risiken ist zu berĂŒcksichtigen, dass fĂŒr ein neues System wie der MSB nur eine Prognose und eine begrenzte Betriebserfahrung vorliegt.“cite-ref-30[30]

Technische Daten

| KenngrĂ¶ĂŸe | Transrapid 07 (2 Sektionen) | Transrapid 08 (3 Sektionen) | Transrapid 09 (3 Sektionen) |
|---|---|---|---|
| Baujahr ab | 1988 | 1999 | 2007 |
| Trassierungsparameter | Technikstand 07 | Technikstand 08 | Technikstand 09 |
| LĂ€nge | 51,70 m | 79,20 m | 75,80 m |
| Breite | 3,70 m | 3,70 m | 3,70 m |
| Höhe | 4,00 m | 4,20 m | 4,25 m |
| Leermasse | 92 t | 149,5 t | 169,6 t |
| Nutzlast | 18 t | 27,9 t | 40,4 t |
| SitzplÀtze | 192 | 310 | 148 oder 156 |
| StehplÀtze | nein | | 296 oder 328 |
| Auslegungsgeschwindigkeit | 500 km/h | 550 km/h | 505 km/h |
| Höchstgeschwindigkeit | 450 km/h | 501,5 km/h | 400 km/h |
| Betriebsgeschwindigkeit | | 430 km/h | 350 km/h |
| Anzahl Tragmagnete | 15 je Sektion | | |
| Tragspalt | 10 mm | 10 mm | 10 mm |
| Anzahl FĂŒhrmagnete | 12 je Sektion | | |
| SeitenfĂŒhrspalt | 9 mm | | |
| Inductive Power Supply | nein | nein | ja |
| fahrerloser Betrieb | nein | ja (seit 2005) | ja |
| Anlage | Transrapid-Versuchsanlage Emsland | Transrapid-Versuchsanlage Emsland | Transrapid-Versuchsanlage Emsland |
| Motor im Fahrweg | Langstator-Synchron- Linearmotor | Langstator-Synchron- Linearmotor | Langstator-Synchron- Linearmotor |
| Segmente | 58 | | |
| SegmentlÀnge | 300
2080 m | | |
| max. Vortriebskraft | 90 kN | | |
| Leistungsbedarf bei 400 km/h | 6,0 MW | | |
| Wirkungsgrad | 85 % | | |
| Fahrzeugbeschleunigung | 0,85 m/sÂČ | | |
| Fahrzeugverzögerung | 1,2 m/sÂČ | | |
| Spurweite | 2,80 m | 2,80 m | 2,80 m |
| max. Fahrbahnquerneigung | | 12° (21,2 %) | |
| max. FahrbahnlÀngsneigung | | 5,7° (10 %) | |
| Beschleunigung (Zeit/Weg) aus dem Stand auf | Beschleunigung (Zeit/Weg) aus dem Stand auf | Beschleunigung (Zeit/Weg) aus dem Stand auf | Beschleunigung (Zeit/Weg) aus dem Stand auf |
| 100 km/h | | 0 34 s / 00 500 m | |
| 200 km/h | | 0 62 s / 0 1730 m | |
| 300 km/h | | 0 98 s / 0 4300 m | |
| 400 km/h | | 156 s / 10000 m | |
| 500 km/h | | 266 s / 23300 m | |
| Bremsweg (Zeit/Weg) aus | Bremsweg (Zeit/Weg) aus | Bremsweg (Zeit/Weg) aus | Bremsweg (Zeit/Weg) aus |
| 100 km/h | | | |
| 200 km/h | | 0 58 s / 0 1576 m | |
| 300 km/h | | 0 87 s / 0 3600 m | |
| 400 km/h | | | |
| 500 km/h | | 147 s / 10475 m | |
| minimaler Kurvenradius bei | minimaler Kurvenradius bei | minimaler Kurvenradius bei | minimaler Kurvenradius bei |
| Langsamfahrt | | 00 350 m | 00 270 m |
| 200 km/h | | 00 855 m | |
| 300 km/h | | 0 1937 m | |
| 400 km/h | | 0 3415 m | |
| 500 km/h | | 0 5382 m | |
| 550 km/h | | 0 6455 m | |
| minimaler Kuppenradius bei | minimaler Kuppenradius bei | minimaler Kuppenradius bei | minimaler Kuppenradius bei |
| 300 km/h | | 22 km | |
| 450 km/h | | 50 km | |
| minimale Tunnelquerschnitts-FlÀche (Doppelspur) bei | minimale Tunnelquerschnitts-FlÀche (Doppelspur) bei | minimale Tunnelquerschnitts-FlÀche (Doppelspur) bei | minimale Tunnelquerschnitts-FlÀche (Doppelspur) bei |
| 250 km/h | | 0 70 mÂČ | |
| 400 km/h | | 180 mÂČ | |
| 450 km/h | | 225 mÂČ | |

Der Transrapid 09 ermöglicht einen vollautonomen Betrieb. Neu hinzugekommen ist die berĂŒhrungslose EnergieĂŒbertragung ĂŒber das IPS-System (Inductive Power Supplycite-ref-dd-2005-14-7-1[7]). IPS arbeitet auch im Geschwindigkeitsbereich unter 100 km/h, weshalb die fĂŒr frĂŒhere TechnikstĂ€nde erforderlichen Stromschienen und Stromabnehmer fĂŒr Langsamfahrabschnitte nicht lĂ€nger notwendig sind. Die berĂŒhrungslose Stromversorgung des Fahrzeugs durch Umwandlung kinetischer Energie mit Lineargeneratoren erfordert höhere Geschwindigkeiten.

Die Daten ĂŒber minimale Kurvenradien, Kuppenradien, Beschleunigung und Verzögerung sind dem Begleitmaterial von FachvortrĂ€gen entnommen. Es ist im Einzelfall unklar, auf welchen Technikstand sich die Angaben beziehen. Die unter Strecke gelistete Verzögerung ist sowohl eine Eigenschaft des Fahrzeuges als auch eine Eigenschaft der generatorischen Bremse der Strecke.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]cite-ref-33[33] Die Trassierungsparameter werden vom Hersteller – verglichen mit anderen Verkehrssystemen – als vorteilhaft bezeichnet, da diese eine flexible Anpassung an die Landschaft und die BĂŒndelung mit vorhandenen Verkehrswegen ermöglichten.cite-ref-34[34] Allerdings stehen Trassierungsvorteile und Hochgeschwindigkeitsauslegung im Konflikt, da engere Kurvenradien zur Anpassung des Fahrwegs an die gegebene Trassentopologie geringere Betriebsgeschwindigkeiten erfordern.

Wettbewerbssituation und Verkehrsmittelvergleich

Bei Machbarkeitsstudien steht der Transrapid auch im Wettbewerb mit anderen Verkehrssystemen. Bei dem aus Fahrweg und Fahrzeug bestehenden Gesamtsystem handelt es sich um eine teilweise durch Patente geschĂŒtzte Lösung eines Herstellerkonsortiums. Zu einem bestehenden Transrapid-System können weder der Antrieb, der sich im Fahrweg befindet, noch das Fahrzeug gesondert und im Wettbewerb durch Ausschreibung beschafft werden, da keine konkurrierenden Anbieter auf dem Markt vorhanden sind. Die Betreiber einer vorhandenen Transrapid-Infrastruktur sind somit bei Beschaffungen und Erweiterungen dieses Systems stets vom Herstellerkonsortium abhĂ€ngig. Die Errichtung einzelner, neuer Strecken selbst könnte hingegen jeweils fĂŒr sich auch im Wettbewerb mit anderen, etwa Rad-Schiene-Technologien, ausgeschrieben werden.

Magnetbahnen

In Japan wird eine Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn mit der Bezeichnung JR-Maglev entwickelt. Eine momentan 43 km lange Teststrecke soll, kĂŒnftig erweitert, als ChĆ«Ć-Shinkansen ĂŒber 286 km Tokio und Nagoya verbinden, spĂ€ter im Vollausbau auch Osaka mit anschließen.cite-ref-handelsblatt-2013-35-0[35] Ein nicht umgesetztes Stadtverbindungsnetz fĂŒr die Schweiz, Swissmetro, sollte mit einem Magnetschwebebahn-System betrieben werden. Diese Bahn sollte vollstĂ€ndig unterirdisch in evakuierten Tunnelröhren mit reduziertem Luftwiderstand fahren. Eine VerlĂ€ngerung oder ein Zusammenschluss der verschiedenen Systeme zu einem einheitlichen Netz ist ausgeschlossen, da alle drei Technologien untereinander nicht kompatibel sind. Das Projekt wurde wegen mangelnder Realisierungschancen jedoch bereits 2009 abgebrochen.cite-ref-36[36]

Daneben zeichnet sich ab, dass neuartige, auf dem passiven Schwebeeffekt beruhende Magnetschwebebahnsystemecite-ref-37[37] im Betrieb deutlich energieeffizienter und damit wirtschaftlicher sein können als der Transrapid, der erhebliche Energie nur fĂŒr den Schwebeeffekt aufwenden und zudem durch den vergrĂ¶ĂŸerten Luftspalt auch deutlichere Vortriebsenergieverluste in Kauf nehmen muss.

Überregionaler Verkehr allgemein

| durchschnittliche Geschwindigkeit | Reisezeit fĂŒr | Reisezeit fĂŒr |
|---|---|---|
| durchschnittliche Geschwindigkeit | 100 km | 500 km |
| 150 km/h | 40 min | 3:20 h |
| 200 km/h | 30 min | 2:30 h |
| 250 km/h | 24 min | 2:00 h |
| 300 km/h | 20 min | 1:40 h |
| 350 km/h | 17:08 min | 1:26 h |
| 400 km/h | 15 min | 1:15 h |
| 450 km/h | 13:20 min | 1:07 h |
| 500 km/h | 12 min | 1:00 h |

Die Transrapidtechnik war insbesondere fĂŒr den ĂŒberregionalen Verkehr geplant worden. Ein Einsatz in diesem Bereich findet derzeit nicht statt.

Im Hinblick auf den ĂŒberregionalen Verkehr weisen AnhĂ€nger des Systems auf seine Innovation und ModernitĂ€t sowie auf eine nach ihrer Auffassung bestehende „GeschwindigkeitslĂŒcke“ zwischen Bahn und Flugzeug hin, die der Transrapid schließen könne. Das Transrapid-System ist mit einer zukĂŒnftigen theoretischen maximalen Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 500 km/h (derzeit 432 km/h) zwischen klassischen HochgeschwindigkeitszĂŒgen mit derzeit bis zu 320 km/h und dem Flugverkehr (720–990 km/h) angesiedelt. Als Gegenargument wird eine Verengung dieser Marktnische durch die weltweit zunehmend ausgebaute Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur von Rad-Schiene-Systemen und das große Wachstum des Luftverkehrs angefĂŒhrt.cite-ref-38[38]

FĂŒr die Reduzierung der Fahrzeit ist die Durchschnittsgeschwindigkeit und nicht die fahrbare Höchstgeschwindigkeit aussagekrĂ€ftig. In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland mit HaltestellenabstĂ€nden unter 100 km wird der Effekt von Höchstgeschwindigkeiten auf die Reisezeit deutlich reduziert. Das Konzept der ICE Sprinter sah wegen dieses Problems Verbindungen ohne Zwischenhalte vor. Beim Transrapid fĂ€llt der negative Effekt kleiner HaltepunktabstĂ€nde auf die Reisezeit wegen seiner höheren BeschleunigungsfĂ€higkeit geringer aus als beim ICE. Aus dem Stand erreicht der ICE 300 km/h nach 18 km, der Transrapid bereits nach 4 km Fahrstrecke. Ferner steigt der Aufwand zur Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit durch Höchstgeschwindigkeiten wegen hoher notwendiger Investitionen in streckenbauliche Voraussetzungen und hohem Energiebedarf ĂŒberproportional stark an. Gleichzeitig sinkt der reale Reisezeitgewinn bei Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit um einen bestimmten Betrag kontinuierlich (s. Tabelle). Der geringe Nutzen fĂŒr den Fahrgast erschwert die Umlage der entstehenden Kosten auf den Fahrpreis. Oberhalb von 300 km/h entsteht fĂŒr Bahnen ein zunehmend problematisches VerhĂ€ltnis von Kosten zu Nutzen.

Durch eine Erhöhung des Anteils klimaneutraler ElektrizitĂ€tserzeugung könnte die ohnehin positive Ökobilanz von Hochgeschwindigkeitsbahnen gegenĂŒber dem Kurzstrecken-Flugverkehr weiter verbessert werden. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen stellen die Hypothese auf, dass Emissionen in den oberen Luftschichten eine dreifach höhere klimaschĂ€dliche Wirkung entfalten, als gleiche Emissionsmengen in BodennĂ€he. WĂ€hrend eine Verlagerung des Kurzstreckenflugverkehrs auf Hochgeschwindigkeitsbahnen deswegen als ökologisch wĂŒnschenswert gilt, verursachen die ökonomischen Bedingungen wie insbesondere die Mineralölsteuerbefreiung von Kerosin und die hohen Kosten fĂŒr Bau und Unterhalt der Bahnstrecken einen gegenteiligen Effekt.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]

Der französische TGV benötigt fĂŒr die 750 km lange Strecke von Marseille nach Paris eine Fahrzeit von drei Stunden. Je nach Anzahl an Zwischenhalten benötigt er zwischen 2:55 und 3:15 Stunden, bei Fahrpreisen zwischen 40 und 100 Euro fĂŒr die einfache Strecke. Die mit dem Kurzstreckenflugverkehr vergleichbare Reisezeit von Stadtzentrum zu Stadtzentrum bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 km/h und ein gĂŒnstiger Fahrpreis fĂŒhren zu einem erfolgreichen Wettbewerb. Der deutsche ICE benötigt auf der vergleichbaren Strecke von Hamburg nach MĂŒnchen zwischen 5 und 6 Stunden. FĂŒr eine Substitution des Kurzstreckenflugverkehrs sind weder eine neue Bahntechnik noch Höchstgeschwindigkeiten zwingend erforderlich. Der TGV fĂ€hrt auf der genannten Strecke ohne Halt mit Geschwindigkeiten zwischen 220 km/h und 320 km/h.

Das Bundesverkehrsministerium, welches spĂ€ter den Bau des Transrapid protegierte, war noch 1989 skeptisch. Vergleiche sollten die Überlegenheit des Schienen-Ausbaus gezeigt haben, da das Rad/Schiene-System im Gegensatz zum Transrapid europĂ€ische Dimensionen habe, Netzbildung ausweise, Mitbenutzung durch den GĂŒterverkehr ermögliche sowie die Möglichkeit zur sofortigen Realisierung böte.

Konkurrenz zu Rad-Schiene-Systemen im Nahverkehr

Wegen der vergleichsweise hohen Kosten der geringen Anzahl von Haltepunkten bevorzugen Kritiker der Transrapidtechnik einen flĂ€chigen Ausbau der klassischen ÖPNV-Netze statt einzelner Transrapidlinien. Die AnhĂ€nger sprechen von einem Leuchtturmprojekt mit hoher Ausstrahlung und Sichtbarkeit an neuralgischen Punkten.

FĂŒr die Anbindung von InnenstĂ€dten waren oberirdisch gefĂŒhrte Transrapid-Zubringer trotz einiger Vorteile gegenĂŒber anderen VerkehrstrĂ€gern (potentiell höhere SteigfĂ€higkeit und engere Kurvenradien, geringere LĂ€rmbelĂ€stigung, höhere Geschwindigkeit) bislang nicht durchzusetzen.

Ein Vergleich der resultierenden Reisegeschwindigkeit vor und nach der EinfĂŒhrung eines Transrapid ist fallspezifisch und von der LinienfĂŒhrung der Strecken und vom Modal Split, der je nach Start und Zielpunkt der Reisenden jeweils unterschiedlichen Abfolge der benutzten Verkehrsmittel abhĂ€ngig. Sie ist deutlich geringer als die maximale Systemgeschwindigkeit.

So endet die grĂ¶ĂŸtenteils als Hochbahn ausgefĂŒhrte Transrapid-Strecke in Shanghai im Vorstadtbereich. Beim weiteren Ausbau war geplant, Teile unterirdisch bzw. weiter entfernt von Wohngebieten auszufĂŒhren und die Innenstadt weiterhin nur begrenzt zu tangieren. Bei der MĂŒnchener Streckenplanung wurde die ursprĂŒnglich geplante futuristisch wirkende Hochbahnarchitektur nicht akzeptiert und zu Gunsten einer unterirdischen Innenstadtanbindung fallen gelassen. Beim niederlĂ€ndischen Transrapidprojekt wĂ€re wegen der Schwierigkeiten beim Tiefbau in der Randstad die Akzeptanz einer oberirdischen StreckenfĂŒhrung höher.

Lokale architektonische und planerische Fragen spielen auch bei der Auslegung und GesamtkapazitĂ€t eine Rolle, etwa bei der ZugĂ€nglichkeit und Dimensionierung von BahnsteiglĂ€ngen. Insgesamt ergab sich beispielsweise bei der Strecke zum MĂŒnchener Flughafen nicht ein technisch möglicher Maximalwert, sondern es wurde mit 8–10 Millionen FahrgĂ€sten pro Jahr ein Fahrgastaufkommen angenommen, das mit dem Aufkommen innerstĂ€dtischer Straßenbahnlinien vergleichbar war.

Die hohe BeschleunigungsfĂ€higkeit, die bei kleinen Geschwindigkeiten geringen GerĂ€uschemissionen und die flexibleren Trassierungsmöglichkeiten sind die Hauptvorteile des Transrapid gegenĂŒber Rad-/Schiene-Systemen im Nahverkehr. Mit dem Entwicklungsstand 2002 des als Fernverkehrssystem konzipierten Transrapid sind im Nahverkehr ĂŒbliche kurze ZugabstĂ€nde allerdings nicht realisierbar. Die Antriebstechnik des Transrapid erfordert beispielsweise, dass zwischen zwei Fahrzeugen mindestens ein freies Antriebssegment liegt. Das Sicherheitskonzept Stand 2002 sieht vor, dass der Transrapid nur an regulĂ€ren Haltepunkten oder Nothaltepunkten zum Stehen kommt. Der nĂ€chste Haltepunkt muss stets frei sein, und kein Fahrzeug darf sich in diesem Abschnitt befinden. Da ein Antriebsabschnitt nur ein Fahrzeug steuern kann, kann anders als bei herkömmlichen Antrieben ein Haltepunkt nicht gleichzeitig von mehreren Fahrzeugen auf derselben Trasse angefahren werden, um dort hintereinander zu halten. Im Zusammenhang mit den Transrapidplanungen in Nordrhein-Westfalen, die das Problem der ZugabstĂ€nde im Nahverkehr aufwarfen, wurden Weiterentwicklungen der Transrapidtechnologie fĂŒr kurze ZugabstĂ€nde als möglich erachtet. Angaben zu Entwicklungskosten und Mehrkosten von Streckenbau und Leittechnik bei Auslegung fĂŒr kurze ZugabstĂ€nde erfolgten nicht.cite-ref-burkert-zugfolgezeiten-6-2[6] Das Projekt Metrorapid sah ZugabstĂ€nde von 10 Minuten vor, im Projekt MĂŒnchen waren keine gleichzeitigen Zugbewegungen auf einer Strecke vorgesehen.

Das International Maglev Board sowie Hersteller von Magnetschwebebahnen sehen einen Vorteil gegenĂŒber der Rad-Schiene-Technik darin, dass der Transrapid keine Feinstaubemissionen erzeugt. Da der Transrapid keinen Kontakt zur Fahrbahn hat, entstehe nicht wie bei der Rad/Schiene-Technik schĂ€dlicher (metallischer) Feinstaub, der gesundheitliche SchĂ€den herbeifĂŒhren kann.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]

Marktentwicklung

Das Marktvolumen fĂŒr HochgeschwindigkeitszĂŒge betrug 2005 etwa 100 Mrd. Euro. Das Segment wĂ€chst stark. Allein in China waren im Jahr 2007 etwa 25.000 km Strecke mit einem Bedarf von etwa 1000 Fahrzeugen in Planung. In Europa investieren Frankreich und Spanien erheblich in den Netzausbau von HochgeschwindigkeitszĂŒgen, wie insbesondere auch in den Aus- und Neubau von Straßenbahnnetzen.

WĂ€hrend innerstĂ€dtisch weltweit von einer Renaissance der Tram gesprochen wird und in den letzten Jahrzehnten MilliardenbetrĂ€ge in die in den 1960er-Jahren vielerorts schon aufgegebenen Straßenbahnsysteme investiert wurden und weitere geplant sind, ist eine vergleichbare Marktdurchdringung und Markterfolgcite-ref-44[44] beim parallel intensiv beworbenen Transrapid entgegen den Hoffnungen auf eine zukunftstrĂ€chtige Hochtechnologie bislang ausgeblieben.

Bei der Auftragsvergabe spielen auch Interessen der nationalen Politik und der nationalen Wirtschaft stets eine Rolle.cite-ref-45[45] Das Rad-Schiene-System ist wegen besserer Eignung fĂŒr den GĂŒtertransport bei der Planung von Neubaustrecken im Fernverkehr meist ohne Alternative.

Kosten von Neubaustrecken im Vergleich ICE – Transrapid

Kostensteigernd bei Neubaustrecken wirkt sich beim Transrapid die im Fahrweg integrierte Antriebstechnik aus. Die höhere SteigungsfĂ€higkeit und die bei langsamer Geschwindigkeit möglichen engeren Kurvenradien des Transrapid können dagegen bei spezifischen Strecken durch den Entfall teurer BrĂŒcken- oder Tunnelbauwerke zu Kostenvorteilen fĂŒhren. Allerdings werden Tunnel heute hĂ€ufig aus GrĂŒnden des Naturschutzes und der Streckenakzeptanz bei den Anliegern gebaut und nicht nur bei topografischer Notwendigkeit. Planungsunterlagen aus dem Jahr 1998 weisen fĂŒr die damals geplante ICE-Strecke Hannover–Berlin und die geplante Transrapidstrecke Hamburg–Berlin bei vergleichbar flachem GelĂ€nde nahezu gleiche Kosten von damals etwa 17 Mio. Euro/Doppelkilometer aus. GrundsĂ€tzlich weisen jedoch auch die neu gebauten ICE-Schnellfahrstrecken große Kostenunterschiede je Kilometer auf. So kann erst eine spezifische Planung fĂŒr eine bestimmte Strecke Aufschluss ĂŒber deren Baukosten bezĂŒglich der jeweiligen Systeme, respektive deren Unterschied, geben.

Betriebskosten im Vergleich ICE – Transrapid

Nach dem Technikstand von ICE und Transrapid Ende der 1990er-Jahre sollte der Transrapid im Geschwindigkeitsbereich um 300 km/h einen geringeren Energieverbrauch haben. Die publizierten Berechnungen fĂŒr Instandhaltungskosten sind noch nicht praktisch bestĂ€tigt worden. Das Ergebnis hĂ€ngt stark von Annahmen ĂŒber das Fahrgastaufkommen ab. Kosten fĂŒr Instandhaltung von Fahrzeugen und Fahrweg beruhen bei diesen Quellen, anders als beim ICE, nicht auf Erfahrungswerten, sondern auf Annahmen.

Die Kosten fĂŒr Fahrzeuge und Betriebsleittechnik wurden in den Veröffentlichungen zum Hamburg-Berlin-Projekt im Vergleich zum ICE wesentlich höher beziffert. Allerdings sind weder die Nutzungsdauer der Fahrzeuge noch die jĂ€hrlich mögliche Fahrleistung vergleichbar. Der Anteil von Kapitalkosten und Abschreibung fĂŒr Abnutzung je Fahrzeugkilometer bzw. je Personenkilometer an den Betriebskosten kann zwischen ICE und Transrapid nur auf Basis konkreter Einsatzplanungen und Auslastungsannahmen verglichen werden. Die Anschaffungskosten der Transrapid-Fahrzeuge sind bei vergleichbarem Platzangebot, aber nicht vergleichbarer Leistung um etwa den Faktor 3 höher als die des ICE 3 und um einen Faktor fĂŒnf als die von S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 423.cite-ref-46[46] Transrapid-BefĂŒrworter weisen bezgl. der hohen Kosten auf die im Unterschied zum ICE und zu S-Bahn-Baureihen momentan nicht gegebene Serienfertigung hin.cite-ref-47[47] Allgemein wird angenommen, der Transrapid als schnelleres Verkehrsmittel sei attraktiver und erreiche eine höhere Fahrgastauslastung. Wirtschaftlichkeitsvergleiche zwischen ICE und Transrapid sind mit der Unsicherheit dieser Annahme belastet.

Auf allen bisher geplanten bzw. gebauten Strecken waren bzw. sind erhöhte Fahrpreise fĂŒr den Transrapid vorgesehen. In Shanghai betrĂ€gt der Transrapidfahrpreis das 2,5fache des Flughafenbusses, in MĂŒnchen war ein Fahrpreiszuschlag zum Nahverkehrstarif von fĂŒnf Euro fĂŒr den Transrapid vorgesehen.

Entwicklungsgeschichte

Vorgeschichte im Deutschen Reich

Die Grundlagen der Transrapid-Technik wurden ab 1922 durch den deutschen Ingenieur Hermann Kemper gelegt. Er beschĂ€ftigte sich wĂ€hrend seines Studiums der Elektrotechnik an der Technischen UniversitĂ€t Hannover erstmals mit dem Einsatz von Elektromagneten an ZĂŒgen, um mit ihnen RĂ€der zu ersetzen. Eine nĂ€here Untersuchung dieses Konzeptes wurde jedoch erst nach 1927 möglich, als er sein Studium beendet hatte und im Jahr 1932 den elterlichen Betrieb, die Wurstwarenfabrik Kemper, ĂŒbernahm. Hier entwickelte er 1933 eine Schaltung, mit der das Schweben ĂŒber elektromagnetische Anziehung möglich war. Im Jahr 1934 ließ Kemper seine Idee als Schwebebahn mit rĂ€derlosen Fahrzeugen, die an eisernen Fahrschienen mittels magnetischer Felder schwebend entlang gefĂŒhrt wird ĂŒber das Reichspatent Nr. 643316 patentieren.cite-ref-48[48] Dieses Patent wurde 1933, 1934, 1935 sowie 1938 ergĂ€nzt, als er sich aus der FĂŒhrung seines Unternehmens zurĂŒckzog und sich der Forschung an dem Vorschlag widmete. Kemper sah sein Konzept auch fĂŒr den Einsatz in einer Vakuumröhre vor, da er bei projektierten Geschwindigkeiten von bis zu 3000 km/h hierin eine optimale Anwendung sah. Dieser Vorschlag wird heute als Hyperloop weiterentwickelt.

1939 wurde Kemper von der Aerodynamische Versuchsanstalt (AVA) in Göttingen eine Stelle zur Forschung an der Magnetschwebebahn-Technologie angeboten. HierfĂŒr sollte in Landsberg an der Warthe eine 20 Kilometer lange Teststrecke errichtet werden, auf der auch die Erprobung von Strahltriebwerken fĂŒr Flugzeuge vorgesehen war. Aufgrund des Zweiten Weltkriegs wurde das Projekt jedoch im Jahr 1943 beendet und Kemper ließ seine Patente nicht verlĂ€ngern.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-0[49]cite-ref-50[50]cite-ref-51[51]cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]cite-ref-54[54]

Studie in der Bundesrepublik Deutschland und erste Prototypen

Im Jahr 1966 traf Kemper auf einer Kur in Bad Wörishofen den damaligen GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Flugzeugherstellers Bölkow GmbH, Ludwig Bölkow, der sich fĂŒr das Konzept interessierte. Nachdem die Bölkow GmbH die Technologie genauer untersucht hatte, initiierte Bölkow gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Georg Leber 1969 eine „Hochleistungs-Schnellbahn-Studie“ (HSB), die Möglichkeiten des Hochgeschwindigkeitsverkehrs auf der Schiene untersuchen sollte. Die im Jahr 1971 vorgestellten Ergebnisse ergaben eine Unwirtschaftlichkeit des Rad-Schiene-Verkehrs bei hohen Geschwindigkeiten, weshalb die Entwicklung neuer Verkehrssysteme notwendig sei.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-1[49]cite-ref-55[55]

Verschiedene Unternehmen begannen daraufhin mit der Entwicklung erster Testfahrzeuge. Bereits 1969 wurde die Technologie von Krauss-Maffei an einem 60 cm langen und 50 kg schweren Miniaturmodell mit dem Namen Transrapid 01 demonstriert.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-2[49]cite-ref-57[57] Am 6. Mai 1971 stellte Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), das 1969 aus einer Fusion der Bölkow GmbH und der Messerschmitt AG hervorgegangen war, das MBB-Prinzipfahrzeug vor. Hierbei handelte es sich um das erste personentragende Magnetschwebebahn-Fahrzeug unter Nutzung elektromagnetischer Anziehung. Die VorfĂŒhrung des Fahrzeugs, das mit einem asynchronen Kurzstator-Linearmotor angetrieben wurde, erfolgte auf einer 660 Meter langen Teststrecke in Ottobrunn, erreicht wurden dabei bis zu 90 km/h.cite-ref-58[58]cite-ref-59[59]cite-ref-bundesbahn-45-538-60-0[60]

Der am 6. Oktober 1971 von Krauss-Maffei vorgestellte Transrapid 02, der wie das MBB-Prinzipfahrzeug ĂŒber einen Asynchron-Kurzstator-Linearmotor verfĂŒgte, war das erste tatsĂ€chliche Magnetbahn-Fahrzeug des Unternehmens. Er wurde bis 1973 auf einer 930 Meter langen Teststrecke in MĂŒnchen-Allach erprobt, wo er eine Höchstgeschwindigkeit von 164 km/h erreichte.cite-ref-61[61]cite-ref-siemens-ring-56-1[56] FĂŒr das Folgejahr war eine VerlĂ€ngerung der Teststrecke auf rund 2 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h vorgesehen. Das bis Ende 1972 angesetzte Testprogramm sollte nach Möglichkeit bereits 1973 auf der geplanten Nationalen Versuchsanlage fĂŒr Verkehrstechniken fortgesetzt werden.cite-ref-bundesbahn-45-1237-62-0[62] Der ebenfalls von Krauss-Maffei gebaute Transrapid 03 aus dem Jahr 1972 unterschied sich von den vorhergebauten ZĂŒgen darin, dass es sich hierbei um ein Luftkissenfahrzeug handelte, das als Vergleichsobjekt die Vor- und Nachteile dieser Technologie gegenĂŒber den magnetisch schwebenden Fahrzeugen zeigen sollte. Das Unternehmen entschied aber noch im selben Jahr, die Erprobung der Luftkissentechnologie zu beenden und nur noch das elektromagnetische Schweben zu untersuchen.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-3[49]cite-ref-63[63]

Im Mai 1972 begann eine Projektgruppe, die aus den Firmen AEG-Telefunken, Brown, Boveri & Cie. und Siemens bestand, ein neues Schwebeprinzip zu entwickeln, das elektrodynamische Schweben (EDS) unter Einsatz gekĂŒhlter Supraleiter. Ende 1973 begann man in Erlangen Tests mit dem deshalb so genannten Erlangener ErprobungstrĂ€ger (EET 01), einem Fahrzeug, das auf dem Prinzip des elektrodynamischen Schwebens beruhte. Die Fahrten fanden auf einer 880 Meter langen Kreisbahn statt. Bei Geschwindigkeiten von unter 50 km/h fuhr das Fahrzeug auf Reifen und begann erst ĂŒber dieser Marke zu schweben. Nachdem das System zunĂ€chst einen Asynchron-Kurzstator-Linearmotor verwendete, wurde es spĂ€ter umgerĂŒstet und nun als EET 02 von einem Synchron-Langstator-Linearmotor angetrieben.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-4[49]cite-ref-64[64]

Im Jahr 1973 stellte Krauss-Maffei mit dem Transrapid 04 das bislang grĂ¶ĂŸte Fahrzeug vor. Es stellte 1977 mit 253,2 km/h außerdem einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Ab 1974 arbeitete Krauss-Maffei ĂŒber das Konsortium „Transrapid E.M.S.“ in der Entwicklung intensiv mit MBB zusammen.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-5[49] Der 1974 gebaute Komponenten-MesstrĂ€ger (KOMET) von MBB sollte die Regelelektronik des Schwebesystems bei Höchstgeschwindigkeiten erproben. Angetrieben von einem Heißwasser-Raketenschlitten erreichte er im Jahre 1976 auf der 1,3 km langen Versuchsstrecke in Manching eine Geschwindigkeit von 401 km/h. Die Tests zeigten auch, dass das bislang ungefederte Fahrwerk den Fahrkomfort erheblich beeintrĂ€chtigte, weshalb das Fahrzeug als Komet M umgerĂŒstet und mit beidseitig einzeln geregelten Magneten ausgestattet wurde.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-6[49]cite-ref-siemens-ring-56-2[56]

Immer grĂ¶ĂŸere Fahrzeuge zeigten aber auch, dass der Antrieb, der sich bei Kurzstator-Linearmotoren im Fahrzeug befindet, die ZĂŒge zu schwer und in Geschwindigkeit sowie Beschleunigung begrenzt machte. Thyssen-Henschel und die TU Braunschweig begannen ab 1974 mit der Entwicklung der heute verwendeten Langstator-Linearmotortechnik. Das neue System wurde ab 1975 zunĂ€chst mit dem Fahrgestell HMB 1 getestet, aus diesem wurde 1976 das passagiertragende Fahrzeug HMB 2.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-7[49]cite-ref-65[65]

Anfang 1973 wurde die Dornier GmbH durch das Bundesforschungsministerium beauftragt, die bisherigen Entwicklungsergebnisse auf dem Gebiet der Schnellbahnsysteme zusammenzufassen und damit Entscheidungsgrundlagen fĂŒr die weitere Entwicklung zu sammeln.cite-ref-bb-1973-347-66-0[66] 1977 entschied dann das Bundesministerium fĂŒr Forschung und Technologie, die Förderung elektrodynamischer Schwebesysteme (EDS) einzustellen sowie die Kurzstator-Forschung bis 1983 zugunsten des neueren Langstator-Linearmotors abzuschließen. Dies wird als der sogenannte „Systementscheid“ fĂŒr die Technik des heutigen Transrapid bezeichnet. Bis Ende 1978 hatten die forschenden Firmen sowie das Bundesministerium mehr als 300 Millionen Euro in die Entwicklung investiert.cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-8[49]cite-ref-siemens-ring-56-3[56]cite-ref-67[67]

Forschung als Konsortium und Erprobung auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland

Im Jahr 1978 entschieden sich Messerschmitt-Bölkow-Blohm, Krauss-Maffei und Thyssen-Henschel, die gemeinsamen KrĂ€fte zu bĂŒndeln, und grĂŒndeten dazu das Konsortium „Magnetbahn Transrapid“, dem spĂ€ter auch AEG-Telefunken, Brown, Boveri & Cie. (beide an der Entwicklung des Erlangener ErprobungstrĂ€gers beteiligt), Dywidag und Siemens beitraten. Dieses baute im Folgejahr den Transrapid 05, um ihn auf der Internationalen Verkehrsausstellung IVA 1979 in Hamburg der Öffentlichkeit zu prĂ€sentieren, wo er auf einer etwa 900 Meter langen Strecke im Pendelbetrieb fĂŒr Besucher zugĂ€nglich mit bis zu 75 km/h verkehrte. Nach Ende der Ausstellung wurde die Strecke ab- und auf dem WerksgelĂ€nde von Thyssen-Henschel in Kassel wiederaufgebaut, wo der Betrieb noch von 1980 bis 1983 lief.cite-ref-68[68]cite-ref-magnetbahn-einf-hrung-49-9[49]

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Hauptartikel

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Transrapid-Versuchsanlage Emsland

Erste Planungen fĂŒr eine Transrapid-Teststrecke waren in Bayern angestellt worden. Bis 1977 war der Bau der 57 Kilometer langen Nationalen Versuchsanlage fĂŒr Verkehrstechniken auf 16 Meter hohen Stelzen sĂŒdwestlich von Donauwörth im Donauried parallel zum Verlauf der Donau geplant. Der Bau scheiterte jedoch am Widerstand der Bevölkerung und insbesondere der Landwirte, die ihren Grund fĂŒr das Projekt nicht verkaufen wollten.cite-ref-69[69] Stattdessen bot die Emsland GmbH im Rahmen des Emslandplans die Region als Standort an. Man erhoffte sich davon eine Verringerung der Arbeitslosigkeit sowie eine StĂ€rkung des Tourismus.cite-ref-70[70] Mitte 1979 wurde die Planung der Transrapid-Versuchsanlage Emsland (TVE) aufgenommen. Im Rahmen des Auswahlprozesses wurde eine Anlage entwickelt, die alle wesentlichen Elemente eines (hinsichtlich der Neigungen, KrĂŒmmungen, Kuppen, Weichen) anwendungsnahen Fahrwegs enthalten sollte.cite-ref-etr-1984-553b-71-0[71] Im Jahr 1980 begann der Bau von Versuchszentrum, der Nordschleife und der beide Schleifen verbindenden Gerade. Ende Oktober 1983 schwebte der Transrapid 06 erstmals öffentlich wahrnehmbar auf der Anlage. Die SĂŒdschleife wurde im Dezember 1987 erstmals befahren, womit die gesamte Teststrecke fertiggestellt war.cite-ref-etr-1984-870-72-0[72]

Am 4. Mai 1984 ĂŒberschritt der Transrapid 06 mit 205 km/h erstmals die Marke von 200 km/h.cite-ref-etr-1984-553-73-0[73] Am 17. Oktober gleichen Jahres stellte das Fahrzeug mit 302 km/h einen neuen Weltrekord fĂŒr personenbesetzte elektromagnetische Schwebefahrzeuge auf.cite-ref-etr-1984-725-74-0[74] Der fĂŒr eine Geschwindigkeit von 400 km/h entwickelte Transrapid 06 erreichte 1987 eine Geschwindigkeit von 392 km/h.

Bis 1984 wurden 760 Millionen DM Bundesmittel in die Transrapid-Technologie investiert.cite-ref-spiegel-1984-10-114-75-0[75]

Am 22. September 2006 ereignete sich gegen 10 Uhr auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland ein schwerer Unfall, bei dem 23 Menschen starben und zehn weitere verletzt wurden. Der mit 31 Personen besetzte Transrapid 08 war auf offener Strecke gegen einen mit zwei Personen besetzten Werkstattwagen geprallt. Als Unfallursache wurde menschliches Versagen festgestellt.cite-ref-76[76]

Die Betriebserlaubnis fĂŒr die Versuchsanlage wurde infolge des Unfalls aufgehoben, aber im Juli 2008 erneut erteilt.

Am 10. Dezember 2008 wurde die Stilllegung der Transrapidversuchsstrecke im Emsland zum Juni 2009 angekĂŒndigt.cite-ref-77[77] Ein RĂŒckbau soll 40 Millionen Euro kosten, die von der Bundesrepublik Deutschland zu tragen sind. Unter Bezugnahme auf das Bundesverkehrsministerium wurde die gesamte bisherige Förderung der Transrapidtechnologie mit 1,4 Mrd. Euro angegeben.cite-ref-78[78] Eine Initiative von Unternehmern setzt sich fĂŒr den Erhalt der Versuchsstrecke ein und will neu entwickelte FahrbahntrĂ€ger testen, die die Kosten des Streckenbaus um angeblich 30 % reduzieren, was die Exportchancen des Transrapid verbessere.cite-ref-79[79] Die Bundesregierung teilte am 4. Februar 2009 auf die Anfrage 16/11512 der Fraktion BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen mit, dass von einer Stilllegung der Versuchsanlage im Laufe des Jahres 2009 auszugehen sei. Am 24. Juni 2009 wurde bekannt, dass sich Landkreis, Land, Bund und Industrie auf einen Weiterbetrieb der Versuchsstrecke und dessen Finanzierung bis zum April 2010 verstĂ€ndigt haben, um die Erprobung der neuen FahrbahntrĂ€ger zu ermöglichen. Eine darĂŒber hinausgehende Finanzierung machte die Politik von konkreten AuftrĂ€gen fĂŒr den Transrapid abhĂ€ngig.cite-ref-80[80] Die neue Bundesregierung bewilligte weitere Mittel fĂŒr den Betrieb der Versuchsanlage bis Ende 2010.cite-ref-81[81] 2011 erfolgte letztmals eine Förderung durch den Bund, welche an die Bedingung geknĂŒpft war, dass die Beteiligten sich auf ein Nachnutzungs- oder Abwicklungskonzept einigen. Ab 1970 wurden 800 Millionen Euro fĂŒr Bau, Betrieb und Instandhaltung der TVE ausgegeben. Die Industrie muss im Fall von Verwertungen der Entwicklungsergebnisse bis zu 100 Millionen Euro an den Bund zurĂŒckzahlen.cite-ref-82[82] Ende 2011 wurde die Transrapid-Versuchsanlage stillgelegt;cite-ref-83[83] der Testzug dient nunmehr in Nortrup als Konferenz- und MuseumsflĂ€che.cite-ref-84[84]

1985/86 wurden als mögliche Anwendungsstrecken des Transrapid die Verbindungen Hamburg-Hannover, Hannover-Rhein-Ruhrgebiet sowie Rhein/Ruhr-Rhein/Maingebiet ins GesprĂ€ch gebracht. Große Chancen wurden damals einem Streckeneinsatz zwischen Frankfurt am Main und Köln gegeben, dort sah der Verkehrswegeplan 1985 eine Verbindung vor, die jedoch nicht auf den VerkehrstrĂ€ger Bahn festgelegt war.

Anfang Dezember 1987 stellte der Transrapid mit 406 km/h einen neuen Weltrekord fĂŒr personenbesetzte Magnetschwebefahrzeuge auf. Wenig spĂ€ter erreichte die Bahn eine Geschwindigkeit von 412,6 km/h.cite-ref-etr-1988-1-85-0[85] Im Jahr 1988 wurde der anwendungsnahe Dauerbetrieb aufgenommen.cite-ref-86[86] 1988 sprachen sich Abgeordnete des Deutschen Bundestages dafĂŒr aus, ĂŒber die geplante Referenzstrecke auf der Relation Hamburg–Hannover, ein landesweites Magnetbahnsystem in Form einer „großen 8“ im Umfang von etwa 30 Milliarden D-Mark aufzubauen.cite-ref-bb-1988-899-87-0[87]

Der ab 1987 entwickelte Transrapid 07 ist fĂŒr Geschwindigkeiten von 500 km/h ausgelegt. Im Jahr 1989 begann sein Versuchsbetrieb auf der TVE. Im Jahr 1993 erreichte er eine Geschwindigkeit von 450 km/h. Gutachter der Deutschen Bundesbahn und verschiedener Hochschulen testierten dem System im FrĂŒhjahr 1991 die Einsatzreife fĂŒr Anwendungsstrecken.cite-ref-etr-1991-5-6-88-0[88]

Am 5. Mai 1998 wurde in Berlin das Gemeinschaftsunternehmen Transrapid International GmbH & Co. KG von Adtranz, Siemens und Thyssen gegrĂŒndet.cite-ref-eri-1998-228-89-0[89]cite-ref-90[90]

Im August 2005 unterzeichneten Siemens, ThyssenKrupp und Transrapid International und die deutsche Bundesregierung in Person von Verkehrsminister Manfred Stolpe einen Vertrag, in dem letztere Investitionen von 113 Millionen Euro zur technischen Weiterentwicklung des Systems zusicherten. Dieses Weiterentwicklungsprogramm (WEP) genannte Projekt diente der Verbesserung der Antriebstechnik sowie der AnschlĂŒsse in den Halten am Ende einer Strecke und wĂŒrde das System auch fĂŒr einen Einsatz im Nahverkehr tauglich machen. Hierbei entstand unter anderem der Transrapid 09 als fĂŒr den Einsatz als Flughafen-Shuttle optimiertes Fahrzeug.cite-ref-91[91]cite-ref-92[92]

Die Gestaltung des Transrapid stammt von Alexander Neumeister. Im Jahr 1999 wurde die Gestaltung durch einen Briefmarkenblock der Deutschen Bundespost ĂŒber hervorragendes Industriedesign aus Deutschland gewĂŒrdigt.

Entwicklungen ab 2010

Im Kontext der Auflösung des Transrapidwerks in Kassel, der Stilllegung der Versuchsstrecke im Emsland, des ausbleibenden Weiterbaus der Strecke in China sowie ausbleibender neuer AuftrĂ€ge ist in Deutschland 2010 eine Debatte ĂŒber das Scheitern der Technologie aufgekommen.

Reinhold Bauer, dessen Habilitationsschrift das Thema Gescheiterte Innovationen hat, meint, man habe mit der Technologie das Zeitfenster verpasst. Die Bahn sei zu schnell und das Flugzeug zu preiswert geworden.cite-ref-93[93] Der Bund der Steuerzahler kritisierte weitere Subventionen fĂŒr den Transrapid.cite-ref-94[94] Burkhard Ewert, Kommentator der Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung, meinte 2010, der Transrapid sei am Ende und es sei eher zu viel als zu wenig Steuergeld in die Technologie geflossen.cite-ref-95[95]

Andererseits wird einem Scheitern widersprochen. Der StaatssekretĂ€r im Bundesministerium fĂŒr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Rainer Bomba Ă€ußerte 2010, die Technologie sei 50 Jahre zu frĂŒh entwickelt worden und dĂŒrfe nicht aufgegeben werden.cite-ref-96[96]

Bei Siemens ist der Transrapid laut einem Konzernsprecher „auf Eis gelegt“, bei ThyssenKrupp arbeiten noch mehrere Personen an der Technik (Stand: Dezember 2020).cite-ref-97[97]

Die Firmengruppe Max Bögl, die ab 2010 die FĂŒhrung der Entwicklung und Streckenplanungen ĂŒbernahm,cite-ref-98[98] forscht heute nicht mehr am System, nutzt aber die Erfahrungen beim Bau des Transrapid-Fahrwegs fĂŒr das selbst entwickelte Transport System Bögl, ein Magnetschwebebahnsystem fĂŒr den Nahverkehr.cite-ref-99[99]

Die Betriebsgenehmigung fĂŒr die Transrapid-Versuchsanlage im Emsland ist Ende 2011 ausgelaufen; die Strecke wurde stillgelegt.cite-ref-100[100] Eine fĂŒr das FrĂŒhjahr 2012 angesetzte Demontage wurde aufgrund möglicher Nachnutzungsprojekte, unter anderem als Teststrecke fĂŒr den Hyperloop, aufgeschoben, ist aber weiterhin vertraglich vorgeschrieben.cite-ref-101[101]

Forschung, Betrieb und Projektmanagement

Neben dem Antrieb hat die TU Braunschweig auch zum Fahrweg EntwicklungsbeitrĂ€ge geleistet. Die ehemals bundeseigene Firma IABG betrieb die Versuchsanlage im Emsland. Das Programm- und Implementierungsmanagement fĂŒr die Bundesregierung wurde von der EADS-Tochter Dornier-Consulting erbracht.

Übersicht ĂŒber die Fahrzeugtypen

Folgende Baureihen des Systems sind und waren im Einsatz:

| Name | Baujahr | Betrieb | Hersteller | Höchstgeschwindigkeit | Verbleib |
|---|---|---|---|---|---|
| Prototypen | Prototypen | Prototypen | Prototypen | Prototypen | Prototypen |
| Transrapid 01 | 1969 | 1969–1970 | Krauss-Maffei | | ausgestellt im Deutschen Museum MĂŒnchen |
| MBB Prinzipfahrzeug | 1971 | 1971–1976 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm | 90 km/h | ausgestellt in der Lokwelt Freilassing |
| Transrapid 02 | 1971 | 1971–1973 | Krauss-Maffei | 164 km/h | Krauss-Maffei , MĂŒnchen |
| Transrapid 03 | 1972 | 1972 | Krauss-Maffei | 140 km/h | verschrottet |
| Erlangener ErprobungstrĂ€ger (EET) | 1973 | 1973–1977 | | 230 km/h | verschrottet |
| Transrapid 04 | 1973 | 1973–1977 | Krauss-Maffei | 253,2 km/h | ausgestellt im Technik-Museum Speyer |
| Komponenten-MesstrĂ€ger (KOMET) | 1974 | 1975–1978 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm | 401,3 km/h | versteckt in Lathen eingelagert |
| HMB 1 | 1974 | 1974–1976 | Thyssen-Henschel | | umgebaut zum HMB 2 |
| HMB 2 | 1976 | 1976–1981 | Thyssen-Henschel | 36 km/h | Umbau des HMB 1, ausgestellt im Technik-Museum Kassel |
| Serienfahrzeuge | Serienfahrzeuge | Serienfahrzeuge | Serienfahrzeuge | Serienfahrzeuge | Serienfahrzeuge |
| Transrapid 05 | 1979 | 1979–1983 | Thyssen-Henschel | 75 km/h | ausgestellt im Technik-Museum Kassel [ 102 ] |
| Transrapid 06 | 1983 | 1983–1991 | Thyssen-Henschel | 412,6 km/h | Sektion I aufgestĂ€ndert vor dem Deutschen Museum Bonn , Sektion II in Lathen eingelagert |
| Transrapid 07 | 1988 | 1989–1999 | Thyssen-Henschel | 450 km/h | Sektion II seit September 2024 im Eisenbahnmuseum Bochum [ 103 ] und Sektion I am Infozentrum Lathen aufgestellt |
| Transrapid 08 | 1999 | 1999–2006 | ThyssenKrupp-Transrapid | 501,5 km/h | E1 am 22. September 2006 zerstört , M unbeschĂ€digt versteckt eingelagert, E2 unbeschĂ€digt sichtbar auf dem GelĂ€nde der Transrapid-Versuchsanlage Emsland aufgestellt |
| SMT | 2002 | 2002– | ThyssenKrupp-Transrapid | 501,5 km/h | Drei ZĂŒge im kommerziellen Einsatz in Shanghai |
| Transrapid 09 | 2007 | 2008–2011 | ThyssenKrupp-Transrapid | 400 km/h | im Einsatz auf TVE bis 2011, 2016 durch die Vebeg [ 104 ] an Kemper Wurstwaren als Nachfahren des Erfinders Hermann Kemper versteigert [ 105 ] und seitdem am Firmensitz in Nortrup ausgestellt. |

Streckenplanungen

Deutschland

In Deutschland wurden in der Vergangenheit verschiedene Strecken fĂŒr die Realisierung einer (regulĂ€ren) Transrapidstrecke diskutiert.

Im Dezember 1987 sprach sich die Koalitionsarbeitsgruppe Magnetschnellbahn fĂŒr die Realisierung des Transrapid in Deutschland aus. Im Juni 1988 empfahl die Bundesregierung Anwendungsstrecken zwischen Hamburg und Hannover sowie zwischen Essen und Bonn. Im November 1988 baten Bundesforschungs- und -verkehrsministerium das Unternehmen Thyssen, ein Firmen- und Bankenkonsortium zu grĂŒnden, um die ausgewĂ€hlten Strecken einer vertieften PrĂŒfung zu unterziehen. Die so genannte Anschubgruppe Transrapid legte ihren Bericht im Juni 1989 vor.cite-ref-anschubgruppe-1989-106-0[106] Die Anwendungsstrecke zwischen Hamburg und Hannover sah zwei Unterwegshalte „Hamburg SĂŒd“ am Maschener Kreuz nahe Seevetal und „Langenhagen“ am Flughafen Hannover-Langenhagen vor und sollte weitestgehend parallel zur Bundesautobahn 7 verlaufen. FĂŒr die Strecke zwischen Essen und Bonn waren Unterwegshalte in DĂŒsseldorf-Eller und Köln-MĂŒlheim vorgesehen. Auch hier wurde ein Verlauf parallel zu bestehenden Autobahnstrecken angestrebt. Zwischen Essen und DĂŒsseldorf war ein Verlauf entlang der Bundesautobahn 52 vorgesehen. SĂŒdlich von DĂŒsseldorf sollte die Trasse zwischen Langenfeld und dem Dreieck Heumar parallel zur Bundesautobahn 3, anschließend weiter entlang der Bundesautobahn 59 verlaufen. In Bonn wĂ€re eine Rheinquerung erfolgt und der linksrheinisch gelegene Bonner Hauptbahnhof angebunden worden. Die Anschubgruppe Transrapid postulierte die Finanzierbarkeit der Strecken und sah sie als verkehrspolitisch sinnvoll an. Ferner wurde eine Verbindung der beiden Teilstrecken zu einer Magistrale Hamburg–MĂŒnchen ĂŒber Frankfurt vorgeschlagen.cite-ref-zev-1990-29-107-0[107]

Bis Ende 1989 waren 1,4 Mrd. D-Mark (rund 700 Mio. Euro) Bundesmittel in das Transrapid-Projekt investiert worden.cite-ref-spiegel-1989-45-161-108-0[108] Im Dezember 1989 wurde von der Regierung Kohl der Bau einer Magnetschwebebahnlinie zwischen DĂŒsseldorf und Köln beschlossen. Das Vorhaben wurde wegen der Wiedervereinigung kurze Zeit spĂ€ter aufgegeben.

Im Jahr 1992 wurde die Transrapid-Strecke Hamburg–Berlin in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen; das Vorhaben wurde kurz vor Beendigung des Planfeststellungsverfahrens Anfang 2000 eingestellt. Zur BegrĂŒndung wurden unter anderem erhebliche Kostensteigerungen fĂŒr den Streckenbau und die Technik im Planungsverlauf angegeben, die von etwa 4,5 Mrd. Euro 1993 auf etwa 7,5 Mrd. Euro Plankosten angestiegen waren; unabhĂ€ngige Gutachter nannten sogar 10 Mrd. Euro. Insbesondere der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, betonte, dass er keinen Sinn in der Investition von 12 Mrd. DM fĂŒr 20 Minuten Fahrzeitgewinn sehe und die Bahn sich die von ihr zu tĂ€tigenden anteiligen Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden DM nicht als „betriebswirtschaftlichen MĂŒhlstein an den Hals hĂ€ngen könne“.cite-ref-109[109] Der Ausstieg der Bahn aus dem Projekt erfolgte zwei Monate nach Übernahme des Amtes des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn durch Mehdorn. Das Herstellerkonsortium wollte sich nicht ĂŒber das fĂŒr sie vorgesehene Maß (nĂ€mlich dem Betriebssystem) hinaus verstĂ€rkt engagieren. Damit stand kein Betreiber und Mitinvestor neben der Industrie mehr zur VerfĂŒgung.

1999 verkĂŒndete Bahnchef Hartmut Mehdorn das Aus fĂŒr die Transrapid-Strecke zwischen Hamburg und Berlin.cite-ref-110[110] Er wiederholte seinen ablehnenden Standpunkt im Januar 2000 und am 5. Februar 2000 verkĂŒndeten Bundesregierung, Bahn und die beteiligten Industrieunternehmen das endgĂŒltige Aus fĂŒr die Strecke zwischen Hamburg und Berlin.cite-ref-111[111]

Am 23. August 2000 vereinbarten die Schröder-Regierung, die Deutsche Bahn und die Unternehmen des Transrapid-Konsortiums die Realisierung einer Transrapid-Referenzstrecke in Deutschland.cite-ref-bt-16-8357-112-0[112] Ab Oktober 2000 wurde eine Machbarkeitsstudie fĂŒr die Projekte Metrorapid und Transrapid MĂŒnchen erstellt. Die Ergebnisse der Studie wurden am 21. Januar 2002 in Berlin vorgestellt.cite-ref-eri-2002-153-113-0[113]

Die fĂŒr den Transrapid damals planerisch angenommenen Passagierzahlen von etwa 14,5 Mio. FahrgĂ€sten jĂ€hrlich (20.000 FahrgĂ€ste tĂ€glich in jede Richtung) bei einem zudem um 30 % höheren Fahrpreis als in der 1. Klasse des ICE werden von den heute auf der mittlerweile fĂŒr Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h ausgebauten Bahnstrecke Hamburg–Berlin verkehrenden ICEs nicht erreicht. Die RĂŒckfahrkarte fĂŒr den Transrapid sollte nach Planungsstand Ende der 1990er Jahre im Mittel etwa 250 Euro kosten. 2005 benutzten etwa 4.000 FahrgĂ€ste tĂ€glich den zwischen Hamburg und Berlin mit 93 Minuten Fahrzeit verkehrenden ICE.cite-ref-114[114] 2008 betrug der Normalpreis 2. Klasse ICE fĂŒr eine RĂŒckfahrkarte mit Platzreservierung Hamburg–Berlin 134 Euro. Bei Planung der Strecke Mitte der 1990er-Jahre benutzten tĂ€glich von den Reisenden zwischen Hamburg und Berlin 200 ein Flugzeug, 6000 das Auto und 2000 die Bahn. Dennoch ging man auf Grund von Verkehrssteigerungen der Wendezeit im Ost-West-Verkehr von im Jahr 2010 allein 20.000 Bahnreisenden tĂ€glich in jeder Richtung auf dieser Strecke aus. Ferner wurde bei der Prognose ein falscher Einzugsbereich durch NichtberĂŒcksichtigung der damals geplanten Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin angenommen. Die Annahme hoher Fahrgastzahlen war offenkundig notwendig, um eine Wirtschaftlichkeit der Strecke darstellen zu können.cite-ref-115[115]

Mitte 2003 beschloss Peer SteinbrĂŒck, damals neugewĂ€hlter MinisterprĂ€sident Nordrhein-Westfalens, die Planungen zum Metrorapid zu beenden. Hintergrund waren aktuelle Haushaltsdefizite, offene Finanzierungsfragen und eine mögliche Koalitionskrise mit den GrĂŒnen.

2003 wurde von Manfred Stolpe, seinerzeit MinisterprĂ€sident des Landes Brandenburg, vorgeschlagen, die Berlin und Leipzig mit einer Transrapidstrecke zu verbinden. Der Vorschlag regte erneut eine Diskussion um einen möglichen Zusammenschluss des Flughafens Schönefeld mit dem Flughafen Leipzig-Halle an. Der ausgebaute Flughafen Leipzig ohne Nachtflugverbot hĂ€tte damit die InterkontinentalflĂŒge und die Luftfracht, Berlin weitgehend den Personenflugverkehr ĂŒbernehmen können. Mit dem Projekt hĂ€tte sich der Ausbau von Schönefeld zum Großflughafen Flughafen Berlin Brandenburg erĂŒbrigt.cite-ref-116[116] Zuvor hatte Stolpe bereits die Errichtung einer Trasse von Paris nach Berlin und die VerlĂ€ngerung dieser nach Warschau vorgeschlagen.cite-ref-117[117]

Im Jahr 2005 beschloss die Bundesregierung zudem, kĂŒnftig weitere 113 Millionen Euro in die Transrapid-Technologie im Rahmen eines Weiterentwicklungsprogrammes zu investieren. Mindestens eine Transrapid-Referenzstrecke soll in Deutschland realisiert werden.

Nachdem der Bayerische Landtagsabgeordnete Joachim Haedke als erster Politiker eine Magnetschwebebahnverbindung zwischen dem 'MĂŒnchner Hauptbahnhof und dem MĂŒnchner Flughafen' forderte, wurde im Jahr 2005 beim Eisenbahn-Bundesamt die Planfeststellung zum Transrapid MĂŒnchen eingeleitet. Die Strecke mit einer LĂ€nge von 37,4 km sollte die beiden infrastrukturell wichtigen PlĂ€tze mit zehn Minuten Fahrzeit verbinden. Mit einem Planfeststellungsbeschluss wurde Mitte 2008 gerechnet; das Beteiligungs- und Anhörungsverfahren wurde im Januar 2008 abgeschlossen.

Das Projekt war mit ungeklÀrten Finanzierungsfragen und fehlender breiter gesellschaftlicher Akzeptanz belastet.

Am 27. MĂ€rz 2008 beschlossen die Bundesregierung, die bayerische Staatsregierung und die Industrie, den Transrapid in MĂŒnchen vom Hauptbahnhof zum Flughafen nicht zu bauen. Die gestiegene Kostenprognose von 1,85 Mrd. Euro im September 2007 auf ĂŒber 3 Mrd. Euro im MĂ€rz 2008 wurde als Hauptgrund genannt.cite-ref-traramucaus-118-0[118] Ursache der Kostenexplosion waren die drastisch gestiegenen Baukosten, wohingegen die Transrapidsystemkosten annĂ€hernd gleich blieben. Das Bayerische Staatsministerium fĂŒr Wirtschaft gab eine annĂ€hernde Verdopplung der zuletzt genannten Plankosten von 1,85 Mrd. Euro ancite-ref-119[119]; Zeitungen nannten 3,4 Mrd. Euro. Da Zweifel am Kosten-Nutzen-VerhĂ€ltnis des Vorhabens bereits bei der geplanten Investitionssumme von 1,85 Mrd. Euro bestanden, war das Vorhaben nicht mehr als sinnvolle Investition begrĂŒndbar.

Nach dem Aus fĂŒr die Strecke in MĂŒnchen beschlossen die Hersteller (Siemens und ThyssenKrupp) auf einer Beiratssitzung am 8. Mai 2008 die Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens Transrapid International zum 1. Oktober 2008.cite-ref-120[120]cite-ref-121[121]cite-ref-122[122]

Rechtliche Grundlagen fĂŒr den Bau des Transrapid in Deutschland

Im Herbst 1993 wurde von der Kohl-Regierung das Magnetschwebebahnplanungsgesetz (MBPlG) in den Deutschen Bundestag eingebracht. Damit wurde die Voraussetzung fĂŒr den Bau von Magnetschwebebahnstrecken in Deutschland geschaffen. Unter anderem wurden gesetzliche Grundlagen fĂŒr die Planung definiert, die ZustĂ€ndigkeit des Eisenbahnbundesamtes als Planfeststellungsbehörde und Bauaufsichtsbehörde festgelegt und diverse Rechtsvorschriften angepasst. Das Magnetschwebebahnbedarfsgesetz (MsbG) und das Allgemeine Magnetschwebebahngesetz (AMbG) folgten, um fĂŒr den geplanten Bau der Strecke Hamburg–Berlin eine rechtliche Grundlage zu schaffen.cite-ref-123[123] Die Magnetschwebebahnverordnung mit den Teilen Magnetschwebebahn-Bau- und Betriebsordnung (MbBO) und Magnetschwebebahn-LĂ€rmschutzverordnung (MbLschVO) folgte der Gesetzgebung im Jahr 1997.

Das Magnetschwebebahnbedarfsgesetz, welches den Bedarf an einer Magnetschwebebahn zwischen Hamburg und Berlin gesetzlich feststellte, wurde im Jahr 2000 von der Regierung Schröder wieder aufgehoben. FĂŒr die Strecke mĂŒssten also bei erneuten AktivitĂ€ten der Bedarf und das Kosten-Nutzen-VerhĂ€ltnis nachgewiesen werden. Die vorherige Festschreibung des Bedarfs an einer Magnetschwebebahn zwischen Hamburg und Berlin durch ein Gesetz war Gegenstand umfangreicher Kritik.

Im Mai 2005 wurden der automatische (fahrerlose) Betrieb von den Behörden genehmigt. Der Transrapid 08 ist damit das erste in Europa fĂŒr den automatischen Betrieb zugelassene Hochgeschwindigkeitssystem.cite-ref-eri-2005-307-124-0[124]

Politisches Umfeld und Kritik

Insbesondere das lange diskutierte Projekt einer Transrapid-Strecke zwischen Berlin und Hamburg verschaffte der Transrapidtechnologie eine hohe öffentliche Sichtbarkeit und breite, parteiĂŒbergreifende UnterstĂŒtzung im Parlament. Die Strecke war als Symbol der Einheit, wie auch erste Anwendung einer in Deutschland entwickelten innovativen Technologie mit weiteren positiven industriepolitischen Folgewirkungen gesehen worden.cite-ref-125[125] Dies wurde auch in der GrĂŒndung eines Parlamentarischen GesprĂ€chskreis Transrapid unter Vorsitz von Hans Eichel zum Ausdruck gebracht. Im Grundsatz Ă€hnliche Erwartungen wurden auch an die Pilot- und Leuchtturmwirkung des (kleineren) MĂŒnchener Projekts gesetzt.

Eine soziologische Betrachtung des Werdegangs des Transrapid (F. BĂŒllingen, 1997) beschreibt in kritischer Weise ein Netzwerk von Industriemanagern und Lobbyisten, die die frĂŒhzeitig geĂ€ußerte verkehrspolitische Kritik am Transrapid sowie Argumente und Vergleiche mit klassischen VerkehrstrĂ€gern, die zu deren Gunsten ausgefallen seien, verdrĂ€ngt hĂ€tten. Sie hĂ€tten das Projekt systematisch von der RealitĂ€t abgeschottet. Die Marktnische des Transrapid sei durch Neuentwicklungen im Flugverkehr sowie im Rad-/Schiene-Bereich erheblich enger geworden oder sogar verschwunden. Von den Kritikern werden auch Parallelen zwischen der Geschichte des Transrapid und den Einschienenbahntechnologien der 1950er- und 1960er-Jahre gezogen. Etwa wurden in Deutschland und Frankreich mit Alwegbahn und AĂ©rotrain vergleichbare (jeweils auch nur von einem Hersteller stammende) Systeme entwickelt, die allesamt einzelne technische Vorteile gegenĂŒber Rad-Schiene aufwiesen, als Zukunftstechnologie große Erwartungen und Aufsehen erregten, die aber den hochgesteckten Erwartungen nicht genĂŒgten.

Nach Gisela HĂŒrlimanncite-ref-126[126] unterschĂ€tzen solche „akteurgetriebenen“ neuen Technologien das vielschichtige Innovationspotential und große Sozialkapital der bestehenden Rad-Schiene Systeme. Systemische Innovation, wie etwa beim Pendolino, soziotechnische und infrastrukturelle KontinuitĂ€t und internationale AnschlussfĂ€higkeit ĂŒber Grenzen hinweg, seien innerhalb der Rad-Schiene-Technik möglich, nicht jedoch beim Transrapid.

Siehe auch

:

Magnetschwebebahn

und

Einschienenbahn

China

→

Hauptartikel

:

Transrapid Shanghai

In der Volksrepublik China wurde am 31. Dezember 2002 der Probebetrieb auf einer 30 km langen Strecke von Shanghai zum Flughafen Pudong gestartet. Am 12. November 2003 erzielte der Transrapid in Shanghai einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 501 km/h als schnellste kommerzielle Magnetbahn. Anfang 2004 wurde der Regelbetrieb als das fahrplanmĂ€ĂŸig schnellste spurgebundene Fahrzeug der Welt aufgenommen. Die eingesetzten Bahnen des SMT (Shanghai Maglev Train) basieren auf dem Transrapid 08.

Eine geplante Erweiterung in die 170 Kilometer entfernte Nachbarstadt Hangzhou wurde zunĂ€chst gestoppt. Es war vorgesehen, die beiden FlughĂ€fen Shanghais (den Internationalen Flughafen Pudong mit dem Inlandsflughafen Hongqiao) bis zur Weltausstellung Expo 2010 mittels Transrapid zu verbinden. Um weitere Anwohnerproteste zu vermeiden, wurde die geplante Ausbaustrecke gekĂŒrzt und sollte in weiten Teilen unterirdisch und weiter entfernt von Wohngebieten verlaufen. Die Kosten sollen sich dadurch auf 46,6 Mio. Euro je km mehr als verdoppelt haben. Im Januar 2008 kam es dennoch zu Demonstrationen gegen den Weiterbau.cite-ref-127[127] Im Dezember 2008 erklĂ€rte Siemens den Plan der Verbindung der beiden FlughĂ€fen in Shanghai zur Expo 2010 durch den Transrapid fĂŒr gescheitert.cite-ref-128[128]

Nach Medienberichten von Januar 2011 wurde auch der Plan zum Weiterbau der Strecke nach Hangzhou aufgegeben, da die Kosten fĂŒr einen Zeitgewinn von lediglich 10 Minuten gegenĂŒber der seit Herbst 2010 fertiggestellten modernisierten Bahnstrecke zu hoch seien.cite-ref-129[129]

Bei der Schnellfahrstrecke Peking–Shanghai, fĂŒr die der Transrapid ebenfalls beworben worden war, entschied man sich gegen den Einsatz eines Magnetschwebebahnsystems.

Naher Osten

Eine Strecke ĂŒber 180 km von Abu Dhabi nach Dubai, wo der Großflughafen Dubai-World Central entstand, wurde von Transrapid International auf deren Internetseiten in der Zeit vor Auflösung der Gesellschaft in dieser Region ohne genauere Nennung des Planungstatus und eines Zeitfensters fĂŒr einen möglichen Projektabschluss angefĂŒhrt.

FĂŒr das Jahr 2005 war eine Vereinbarung ĂŒber Machbarkeitsstudie zu einer 800 Kilometer langen Strecke zwischen Bahrain ĂŒber Katar in die Vereinigten Arabischen Emirate geplant. Die vorgesehenen Kosten wurden mit 13 Mrd. US-Dollar angegeben.cite-ref-130[130]

Bayerns MinisterprĂ€sident GĂŒnther Beckstein ĂŒbergab am 17. MĂ€rz 2008 eine Machbarkeitsstudie ĂŒber eine 150 Kilometer lange Strecke zwischen Katar und Bahrain in Doha an Emir Hamad bin Khalifa Al-Thani, das Staatsoberhaupt von Katar. Mit einer schnellen Entscheidung sei jedoch nicht zu rechnen, da ebenso Konkurrenzsysteme aus Japan und Frankreich im GesprĂ€ch seien.cite-ref-131[131] Bei einer Betriebsgeschwindigkeit von 500 km/h sah das Konzept eine Reisezeit zwischen Doha North und Ar Rifa von 21 Minuten vor.cite-ref-ei-2009-05-35-132-0[132] Am 20. November 2009 wurde bekannt, dass Katar die Deutsche Bahn mit dem Aufbau einer Eisenbahn-Schnellfahrstrecke nach Bahrain beauftragt hat.cite-ref-133[133] Die Transrapidlösung ist damit offenbar verworfen worden.

Weitere Strecken in den arabischen LĂ€ndern wurden diskutiert, aber noch nicht konkret geplant.

Iran

Im Mai 2007 wurde eine Machbarkeitsstudie fĂŒr eine ĂŒber 850 Kilometer lange Strecke im Iran in Auftrag gegeben.cite-ref-134[134] Die Strecke sollte Teheran mit dem Pilgerort Maschhad im Nordosten des Landes verbinden. Transrapid International nannte diese Vorstudie anders als andere Projektstudien nicht auf ihren bis zur Auflösung der Gesellschaft betriebenen Internetseiten; die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich gegen den Export des Transrapid an den Iran aus.cite-ref-135[135] Am 27. Mai 2009 wurde bekannt gegeben, dass der Iran nun die Strecke angeblich bauen wĂŒrde, allerdings sollen VertrĂ€ge mit einem IngenieurbĂŒro und nicht mit den Herstellern geschlossen worden sein.cite-ref-136[136] Siemens kommentierte die Meldung als rĂ€tselhafte PlĂ€ne, mit denen man nichts zu tun habe.cite-ref-137[137]

Niederlande

Im Rahmen der Planungen fĂŒr die Magnetschnellbahn Berlin–Hamburg wurde auch eine Strecke von Hamburg nach Amsterdam in Betracht gezogen.cite-ref-138[138]

UrsprĂŒnglich war in den Niederlanden eine Transrapidstrecke zwischen den StĂ€dten Amsterdam und Groningen im Nordosten des Landes mit acht Stationen geplant.cite-ref-139[139]cite-ref-140[140] Mit der Strecke sollte auch der Flughafen Amsterdam Schiphol angebunden werden. ZunĂ€chst sollte hierbei die Strecke vom Flughafen nach Lelystad gebaut werden, welche bei Erfolg der Strecke nach Groningen verlĂ€ngert worden wĂ€re.cite-ref-141[141] Eine Entscheidung ĂŒber den Bau sollte bis Ende Februar 2001 gefĂ€llt werden.cite-ref-142[142] Die Strecke wurde unter anderem in den „Landesentwicklungsplan fĂŒr die Niederlande bis 2020“ aufgenommen.cite-ref-0-143-0[143] Die 7,4 Milliarden Euro, von denen 3,86 Milliarden bereits durch die Region Groningen zur VerfĂŒgung gestellt worden waren,cite-ref-0-143-1[143] teure Verbindung hĂ€tte die Fahrtzeit von 2:45 Stunden auf ungefĂ€hr eine Stunde reduziert. Der niedersĂ€chsische MinisterprĂ€sident Christian Wulff forderte zudem eine VerlĂ€ngerung der Strecke ĂŒber Oldenburg und Bremen nach Hamburg.cite-ref-144[144] Zur Vermarktung der Strecke war die Sektion II des Transrapid 06 von 1999 bis 2006 in Drachten, einer auf der Strecke zu durchquerenden Stadt, aufgestellt.

Ab 2001 war zusĂ€tzlich ein Rondje Randstad genanntes Netz aus Strecken zwischen Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht vorgesehen, das den Ballungsraum der Randstad im Sechs-Minuten-Takt mit dem Flughafen verbunden hĂ€tte.cite-ref-145[145] Nach Angaben von Siemens wĂ€re das Projekt bis zum Jahr 2010 realisierbar gewesen.cite-ref-146[146] Die Entscheidung ĂŒber den Bau des Streckennetzes sollte erst im MĂ€rz 2001,cite-ref-147[147] dann bis Ende des Jahres getroffen werden.cite-ref-148[148]

Im Juli 2005 forderte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen eine Transrapid-Strecke zwischen der Rhein-Ruhr-Region und den Niederlanden.cite-ref-149[149]

Am 3. November 2005 schlug das niederlĂ€ndische Transrapid-Konsortium, zu dem Siemens Nederland, die Bank ABN AMRO, die Bauunternehmen Ballast Nedam und Royal BAM Group sowie die US-amerikanische Fluor Corporation gehörten, eine erste Strecke vom Flughafen Amsterdam Schiphol ĂŒber Amsterdam nach Almere vor, nachdem die anderen Projekte nicht weiterverfolgt worden waren.cite-ref-eri-2006-88-150-0[150] Die Strecke wĂ€re unter anderem in einem Tunnel unter dem IJmeer verlaufen und hĂ€tte fĂŒr fĂŒnf Milliarden Euro in die Randstad verlĂ€ngert werden können.cite-ref-151[151]cite-ref-152[152] Die Kosten von 2,2 Milliarden Euro wĂ€ren nach Angaben von Siemens durch einen 50-jĂ€hrigen Betrieb zurĂŒckzuverdienen gewesen.cite-ref-153[153]

Vereinigte Staaten

Es gab und gibt einige Überlegungen und Kooperationen auch auf Regierungsebene, den Transrapid bei einer Erneuerung des nordamerikanischen Überlandschienenverkehrs zu berĂŒcksichtigen. Studiencite-ref-154[154] geben allerdings klassischen Rad-Schiene-Systemen den Vorzug.

Anfang 2001 gab die US-Regierung bekannt, fĂŒr die Transrapid-Projekte Flughafenanbindung Pittsburgh und Metropolenverbindung Baltimore – Washington eine UmweltvertrĂ€glichkeits- und Machbarkeitsstudie bis 2002 auszuarbeiten.cite-ref-eri-2001-130-155-0[155]

Der US-Kongress bewilligte im September 2005 90 Mio. US-Dollar fĂŒr die Planung zweier Transrapidstrecken, von denen eine nahe Las Vegas (56 Kilometer StreckenlĂ€nge), die andere entweder zwischen dem Pittsburgh International Airport und Greensburg (mit Zwischenhalten in Pittsburgh und Monroeville, 87 Kilometer)cite-ref-156[156], Baltimore und Washington, D. C. (63 Kilometer) oder zwischen Atlanta und dem Flughafen Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport (50 Kilometer) verlaufen soll.cite-ref-157[157] Die Strecke zwischen Pittsburgh und Greensburg soll in 35 Minuten bewĂ€ltigt werden und fĂŒr 3,8 Milliarden US-Dollar realisierbar sein. Am 7. Mai 2010 unterzeichnete die fĂŒr das Projekt zustĂ€ndige Federal Railroad Administration die endgĂŒltige UmweltvertrĂ€glichkeitserklĂ€rung.cite-ref-158[158]

Großbritannien

Der Vorschlag zum britischen UK-Ultraspeed-Projekt sah den Einsatz der Transrapid-Technologie in einem Stadtverbindungsnetz in Großbritannien vor. Angebunden werden sollten unter anderem London, Birmingham, Manchester, Liverpool, Leeds, Newcastle upon Tyne, Edinburgh und Glasgow sowie sechs FlughĂ€fen. Bis zur Einstellung der Planungen durch die britische Regierung im Jahr 2007 und Transrapid International im Jahr 2013 stand aber eine tragfĂ€hige Finanzierung fĂŒr die geschĂ€tzten 29 Mrd. Pfund an Realisierungskosten aus.

Brasilien

In Brasilien ist eine mehr als 500 Kilometer lange Neubaustrecke von Rio de Janeiro bis SĂŁo Paulo und weiter nach Campinas geplant. Politik und Industrie hatten sich bei einem GesprĂ€ch im August 2010 auf eine Bewerbung fĂŒr dieses Projekt geeinigt.cite-ref-159[159] Das Bauunternehmen Max Bögl, das im FrĂŒhjahr 2010 die FederfĂŒhrung in der Akquisitionsarbeit fĂŒr den Transrapid ĂŒbernahm,cite-ref-160[160] hat sich mit konkreten TrassenvorschlĂ€gen an der fĂŒr Juli 2009 vorgesehenen Ausschreibung beteiligt. Durch eine neue Technologie bei der Herstellung der Trasse sollen die Baukosten um 30 Prozent gesenkt werden können.cite-ref-161[161]cite-ref-162[162]cite-ref-163[163] Diese Ausschreibung war 2009 einer der GrĂŒnde fĂŒr die VerlĂ€ngerung des Testbetriebs auf der Versuchsstrecke.cite-ref-164[164] Eine konkrete Ausschreibung steht laut einer anderen Quelle (Stand: Juli 2011) noch aus.cite-ref-165[165]

Schweiz

Das SwissRapide-Konsortium entwickelt eine oberirdische Magnetschwebebahn fĂŒr die Schweiz, die auf der Transrapid-Technologie basiert. Die ersten Projekte umfassen die Strecken Bern–ZĂŒrich, Lausanne–Genf und ZĂŒrich–Winterthur.cite-ref-166[166]

Sowjetunion

Die Transrapid-Vertriebsgesellschaft in MĂŒnchen erstellte 1990 eine Projektstudie fĂŒr eine Verbindung der Moskauer Innenstadt mit dem Flughafen Moskau-Scheremetjewo. Die LĂ€nge dieser Strecke sollte 39 km betragen.cite-ref-zev-1990-29b-167-0[167] Das Transrapid-Konsortium trat dabei in Konkurrenz zu einer sowjetischen Eigenentwicklung, die bereits auf einer 600 m langen Versuchsstrecke bei Ramenskoje erprobt wurde.cite-ref-zev-1990-29c-168-0[168] Der Zusammenbruch der Sowjetunion bedeutete das Ende beider Projekte.

Sonstige Streckenprojekte

‱ Teneriffa hat im September 2010 eine Machbarkeitsstudie fĂŒr zwei Transrapid-Strecken auf der Insel in Auftrag gegeben. Es sollte erkundet werden, ob der Transrapid in dem schwierigen GelĂ€nde Teneriffas Vorteile gegenĂŒber einer auf Schienen fahrenden Bahn hat.cite-ref-169[169] Claudia Winterstein, die Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der FDP im Bundestag, bewertete das Projekt als nicht realistisch.cite-ref-170[170] Eine 2011 vorgelegte Machbarkeitsstudie, erstellt unter FederfĂŒhrung des Verkehrswissenschaftlers und frĂŒheren Leiters der Transrapid-Versuchsstrecke Peter Mnich, bestĂ€tigte die technische Machbarkeit bei Kosten von zirka 3,1 Milliarden Euro.cite-ref-171[171]
‱ In der TĂŒrkei gibt es Überlegungen fĂŒr eine Verbindung der beiden FlughĂ€fen von Istanbul mit einer Transrapidstrecke.

Wirtschaftliche Bedeutung des Transrapid

Die hohen Investitionen in Transrapid-Strecken sind zu einem großen Anteil Baukosten fĂŒr Tunnel, Erdarbeiten, GebĂ€udeerstellung, die im Exportfall hauptsĂ€chlich von nationalen Unternehmen erbracht werden und nicht zu Umsatz deutscher Unternehmen fĂŒhren. Auch die gestiegenen Kosten fĂŒr die notwendigen Rohstoffe, insbesondere Beton, Stahl und Kupfer, reduzieren den Anteil technologischer Wertschöpfungen an den notwendigen Gesamtinvestitionen.

Das Unternehmen ThyssenKrupp, Hersteller der Transrapidfahrzeuge, weist fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2006/2007 51,3 Mrd. Euro Umsatz aus, davon 49 Mio. Euro in der Transrapidsparte. In Kassel waren rund 150 Mitarbeiter in dieser Sparte beschĂ€ftigt. In den Risikoberichten 2006/2007 sowie 2007/2008 des Unternehmens heißt es:

„Beim Transrapid sollen ein konkretes Anschlussprojekt fĂŒr die Strecke in Shanghai sowie die Erprobung des bereits ausgelieferten Prototypenfahrzeugs im Rahmen des Weiterentwicklungsprogramms das bestehende Marktrisiko weiter reduzieren. Hinzu kommt die Aussicht auf die Realisierung des Projektes MĂŒnchen nach KlĂ€rung der Finanzierungssituation.“cite-ref-172[172]

„Beim Transrapid wurden nach der Beendigung des Projekts MĂŒnchen die bestehenden AktivitĂ€ten neu strukturiert und an die reduzierten vertrieblichen und planerischen AktivitĂ€ten angepasst. DarĂŒber hinaus können sich Restrukturierungsaufwendungen aus der Verschiebung des geplanten Projekts Flughafenanbinder Shanghai ergeben.“cite-ref-173[173]

Im Dezember 2008 wurde die Reduzierung der Zahl der Mitarbeiter bei der ThyssenKrupp Transrapid GmbH in Kassel von 166 auf 100 angekĂŒndigt.cite-ref-174[174] Zum Jahresende 2010 wurde der Standort aufgegeben.cite-ref-175[175] Nach RĂ€umung der Hallen wurde das Symbol des Werkes, ein Transrapid 05, von den Mitarbeitern in das Technik-Museum Kassel ĂŒberfĂŒhrt.

Der geringe Anteil der Transrapidsparte von 0,1 % am Konzernumsatz von ThyssenKrupp, das mangelnde Engagement von ThyssenKrupp und Siemens bei der Finanzierung von Referenzstrecken,cite-ref-176[176] die mit bislang 300 Mio. Euro geringen eigenen Investitionen der Unternehmen in die neue Fahrzeugtechnologie und fehlende positive Marktaussichten im Risikobericht stehen im Widerspruch zur affirmierten Überlegenheit der Technik und deren potentieller wirtschaftlicher Bedeutung.

Zehn Jahre nach Ende des Transrapid-Projekts setzte ThyssenKrupp 2018 die Magnetschwebetechnik fĂŒr die Entwicklung von AufzĂŒgen ein, deren Kabinen sich frei bewegen können und nicht an Seilen hĂ€ngen.cite-ref-177[177]

Trivia

Im Miniatur Wunderland in Hamburg wird der Modellabschnitt der Stadt ĂŒber eine Transrapid-Strecke mit dem Bereich Skandinavien verbunden. Der eingesetzte Zug, der dem Transrapid 07 gleicht, verkehrt auf einer einspurigen Fahrbahn und kann per Knopfdruck durch Besucher gestartet werden.cite-ref-178[178]

Literatur

‱ Rudolf Breimeier: Transrapid oder Eisenbahn – ein technisch-wirtschaftlicher Vergleich. Minirex, Luzern 2002, ISBN 3-907014-14-6.
‱ Franz BĂŒllingen: Die Genese der Magnetbahn Transrapid. Soziale Konstruktion und Evolution einer Schnellbahn, Deutscher UniversitĂ€ts-Verlag (Januar 2002), ISBN 3-8244-4213-2.
‱ Bernd Englmeier: ICE und Transrapid. Vergleichende Darstellung der beiden Hochgeschwindigkeitsbahnen. Historie, Technik, Zukunftschancen. BoD GmbH, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-0629-1.
‱ Horst Götzke: Transrapid. Technik und Einsatz von Magnetschwebebahnen. Transpress, Berlin 2002, ISBN 3-613-71155-9.
‱ Stefan H. Hedrich: Transrapid. Die Magnetschwebebahn in der politischen „Warteschleife“. EK, Freiburg 2003, ISBN 3-88255-148-8.
‱ Klaus Heinrich und Rolf Kretzschmar: Magnetbahn Transrapid – Die neue Dimension des Reisens. Hestra Verlag, Darmstadt 1989, ISBN 3-7771-0208-3.
‱ H. HĂŒbner (Hrsg.): Transrapid zwischen Ökonomie und Ökologie. Eine Technik-Wirkungsanalyse alternativer Hochgeschwindigkeitssysteme. Dt. Univ.-Verl., Wiesbaden 1997, ISBN 3-8244-6573-6.
‱ Ulrich Kirchner und Johannes Weyer: Die Magnetbahn Transrapid (1922–1996). Ein Großprojekt in der Schwebe. In: Johannes Weyer (Hrsg.): Technik, die Gesellschaft schafft : Soziale Netzwerke als Ort der Technigenese. Berlin: edition sigma, 1997, ISBN 3-89404-444-6.
‱ Johannes KlĂŒhspies: Zukunftsaspekte europĂ€ischer MobilitĂ€t: Perspektiven und Grenzen einer Innovation von Magnetschnellbahntechnologien. Habilitationsschrift a. d. Univ. Leipzig 2008, ISBN 3-940685-00-3.
‱ Claus-Peter Parsch: Die Magnetbahn-Versuchsanlage TVE im Emsland. In: Alfred B. Gottwaldt (Hrsg.): Lok Magazin. Nr. 116. Franckh’sche Verlagshandlung, W. Keller & Co., 1982, ISSN 0458-1822, S. 384–390.
‱ Michael Raschbichler, Diss., Die Auswirkungen von Hochgeschwindigkeitsverkehr auf die Erreichbarkeit der Regionen in Deutschland dargestellt am Beispiel der Magnetschwebebahn Transrapid, Kassel 2003 (kobra.bibliothek.uni-kassel.de, PDF; 7 MB).
‱ Rainer Schach, Peter Jehle, RenĂ© Naumann: Transrapid und Rad-Schiene-Hochgeschwindigkeitsbahn. Springer, Berlin 2006, ISBN 3-540-28334-X.

Weblinks

‱ Magnetschwebebahn-Informationsplattform magnetbahn.de
‱ Website des International Maglev Board

Einzelnachweise

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cite-note-22. ↑ Schnee? Kein Problem fĂŒr Magnetbahnen – MagnetBahn. 2. Dezember 2023, abgerufen am 10. Februar 2024 (deutsch).
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cite-note-55. ↑ Transrapidweichen – Technisches Know-how (Memento vom 8. August 2007 im Internet Archive) Herstellerangabe zu Weichen fĂŒr den Transrapidfahrweg.
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cite-note-dd-2005-14-77. ↑ Q. Zheng, ThyssenKrupp GmbH, MĂŒnchen BerĂŒhrungslose EnergieĂŒbertragung fĂŒr den Transrapid 08 (Memento vom 15. Februar 2010 im Internet Archive; PDF; 1,19 MB) In: Tagungsband 7. Dresdner Fachtagung Transrapid 2007.
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cite-note-192. Die Magnetschnellbahn ist noch nicht marktreif. In: Internationales Verkehrswesen Band 44, Nummer 7/8, 1992, S. 276.
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